Nicht mehr als zwei Koffer

Mit nicht mehr als zwei Koffern sind wir hier in Kolumbien vor gut fünf Monaten angekommen. Nachdem vor 4 Wochen eine Nachbarsfrau auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausgezogen ist, haben wir gefragt, ob wir einziehen können. Und obwohl das Haus einen Monat vorher leer stehen musste, da wir nicht von heut auf morgen umziehen konnten, hat der Vermieter zugesagt. Und nicht nur das, sogar das Haus wird komplett gestrichen, obwohl das hier ganz und gar nicht üblich ist.

So kommt es, dass wir kommenden Sonntag umziehen werden. Und es stimmt, wir haben nichts als unsere zwei Koffer hier. Doch im Moment merken wir, dass das nichts ausmacht. In den letzten Tagen wurden wir reich beschenkt und das bestätigt wieder einmal, dass wir hier am rechten Platz sind und wir versorgt werden.

Eine Volontärin aus dem ACJ/ CVJM und ihre Familie möchte uns gerne ein Bett ausleihen, gestern haben wir von einer anderen Volontären und ihrer Mutter Gardinen, Bettwäsche und eine Decke bekommen, die Mutter der Leiterin Ana Maria möchte uns Stühle und einen Tisch geben, Ana selbst gibt uns eine Couch. Und gerade eben waren unsere Nachbarn da und haben uns nagelneues Geschirr und eine Pfanne als Geschenk vorbei gebracht. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus und sind sehr dankbar!

Wir freuen uns schon sehr auf unser eigenes kleines Reich, da wir nun auch einmal Gäste oder Freunde aus dem ACJ/CVJM einladen können. Und wir sind froh, dass wir in der gleichen Nachbarschaft bleiben können. Marta und Maria José wohnen gleich gegenüber und wir werden sie noch oft sehen oder können auch schnell mal vorbei schauen. Und auch viele andere Nachbarn bleiben unsere Nachbarn.