Willkommen auf unserer Kolumbien-Webseite!

Hier gibt es immer Neuigkeiten unsere Zeit in Quindio zu lesen.

Di

17

Jul

2012

Verabschiedungsmarathon in Quindío

Einladung in den Parque del Café von Daniel einem Teilnehmer der Jugendgruppe Re-evolution
Einladung in den Parque del Café von Daniel einem Teilnehmer der Jugendgruppe Re-evolution

Man glaubt es kaum, aber unsere letzte Woche in Quindío ist angebrochen. Nächsten Montag, dem 23. August heißt es schon Abschiednehmen von Quindío. Seid letzten Woche sind wir deshalb bei vielen, vielen Freunden eingeladen - zum Mittag oder Abendessen, einen Nachmittag in einer Finca, einen Spieleabend oder zum Tejospielen (dem Nationalspiel Kolumbiens). Unsere Arbeit im ACJ/CVJM ist schon so gut wie abgeschlossen. Wir haben uns von unseren Kindergruppen verabschiedet, Projekte abgeschlossen oder übergeben und morgen werden wir bei der für uns letzten Arbeitsbesprechung dabei sein.

Schon verrückt, aber es gibt noch Einiges auf das wir uns freuen können, z.B. auf die "Noche de recuerdos" - einen Abend mit vielen Fotos und Erinnerungen, auf das "TODO EN 1", dem Jugendevent mit Camping, Karaoke und Lagerfeuer. Außerdem kommt uns am Donnerstag Friedheim besuchen, ein Freund von SILOAH, der zur Zeit in Peru einen Freiwilligendienst leistet. Mit ihm werden wir nach unserem Abschied in Quindío in die Karibik reisen und dort eine Wanderung zur verlorenen Stadt machen. Friedheim ist schon voller Vorfreunde. Wir freuen uns auch sehr, aber auch mit gemischten gefühlen, da wir nach diesem Urlaub nicht mehr nach Quindío zurückkehren werden, wie sonst immer.

Unaer endgültigen Abschied von Kolumbien wird am 23. August sein. Am Abend geht unser Flug von Bogota direkt nach Frankfurt, wo wir am 24. August gegen 16:00 Uhr landen werden. Bis dahin haben wir die Möglichkeit noch etwas mehr von Kolumbien kennenzulernen. Friedheim wird uns bis Anfang August begleiten, danach geht´s weiter nach Medellin und bis in den Süden nach Pasto. Momentan hält die Vorfreude auf die Kolumbienreise den Abschiedsschmerz etwas im Hintergrund, aber es wird sicher nicht leicht.

Gespannt sind wir, wie es in Deutschland weitergehen wird. Noch können wir euch nicht 100% sagen, wo es nach Kolumbien hingehen wird, aber sicher werdet ihr das bald von uns hören. Mit den Gedanken sind wir auch schon viel in Deutschland, einmal wegen der Planung was danach kommt, aber auch weil im Moment sher viele von euch lieben Freunden heiraten. Leider können wir nichtdabei sein, aber wir denken an euch und wünschen euch wunderbare Tage!

 

Hier noch ein paar Fotos der letzten Tage mit all den tollen Leuten und dem leckeren Essen:

Di

03

Jul

2012

Maria Camila

Viele von euch haben bestimmt immer mal wiederden Namen Ana Maria gehört, unsere Koordinatorin des ACJ-YMCA Quindío. Am Dienstag, dem 03.07. hat sie ihr erstes Kind bekommen – Maria Camila. Beide sind wohlauf und ihr Ehemann, die Familie und der gesamte ACJ sind sehr glücklich über die Ankunft des neuen Familienmitglieds der Familie Alzate Zuleta. Ana Maria ist nun im Mutterschutz und während ihrer Abwesenheit wird Erika, die ja schon einige von euch in Thüringen erleben konnten ihre Aufgaben als Koordinatorin übernehmen.

 

Hier noch ein paar Fotos von unserem ersten und leider auch schon letzten Besuch:

Mi

27

Jun

2012

Verónica in Kanada

Verónica, Ehrenamtliche des ACJ-YMCA Quindío, ist dank der Partnerschaft des YMCA Moncton mit dem ACJ-YMCA Riseralda, nach Kanada gereist. Sie ist gemeinsam mit Carlos Andrés, einem Ehrenamtlichen aus Riseralda unterwegs. Sie werden für 2 Sommermonate dort sein, in einem Camp arbeiten und in einer kanadischen Gastfamilie wohnen. Dies ist eine neue Lebenserfahrung für Veronica, die in ihrem persönlichen und beruflichen Leben sehr wertvoll sein werden. Wir sollen euch allen ganz liebe Grüße ausrichten! Vero genießt die Zeit sehr. Man hört nicht viel von ihr, aber was wir hören ist voller Begeisterung!

Do

14

Jun

2012

Besuch Christian Cordt in Kolumbien

Tobi, Maria Elena, Erika, Alveiro, Martha Maria, Christian und Diana
Tobi, Maria Elena, Erika, Alveiro, Martha Maria, Christian und Diana

Und wieder einmal durften wir einen Freund in unserem kleinen Häuschen beherbergen. Nach der Convencción in Cali fuhren wir mit Christian zurück nach Quindío. Grund seines Besuches war es die Arbeit des ACJ`s Quindíos kennen zu lernen und eine beratende Funktion für ein geplantes Projekt mit Jugendlichen in Quindío einzunehmen. Christian war Gesandter des CJD´s (christliches Jugenddorfes Deutschland) um einzuschätzen was vorhanden ist und welche Möglichkeiten vor Ort bestehen. Vor knapp 1 ½ Jahren waren schon einmal 3 Vertreter des CJD`s in Quindío anwesend, um sich ein Bild zu machen. Ebenso konnten einige Kolumbianer die Arbeit in Deutschland besuchen, um eine Idee zu bekommen, welche Arbeit der CJD in Deutschland macht.

In Quindío gibt es viele Menschen mit Behinderung, aber wenig Schul- und noch schlechtere Arbeitsperspektiven für diese Personen. Seit 2009 gibt es schon ein Projekt im ACJ Quindío, das durch den deutschen CVJM finanziert wird und mit dieser Bevölkerungsgruppe arbeitet.

mit Christian in Salento
mit Christian in Salento

Diese Arbeit ist wichtig, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, weil es viel mehr Menschen gibt, die diese Möglichkeiten benötigen. Daher weil es so viele Personen gibt, arbeitet der ACJ dafür, eine Art „CJD“ zu haben, der verschiedene benachteiligte Jugendlichen mit (Jugendangeboten, Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung, Berufsorientierung, etc.) helfen könnte. Es wird ein langer Weg sein, dies realisieren zu können, aber wenn viele Parteien ihren Teil dazu beitragen, kann es Realität werden. So konnte Christian mit unseren Verantwortlichen wichtige Treffen (Landesregierung, Stadtverwaltung, nationale Ausbildungsinstitut (SENA), Behindertenschule) wahrnehmen. Viele der Verantwortlichen waren sehr offen und bereit, sich für diesen Traum einzusetzen. Es wurde vereinbart, dass sich Vertreter, der oben genannten Institute und Behörden zu einen runden Tisch einfinden, um weiter an dem Projekt zu arbeiten. So können wir gespannt sein, wie sich alles einwickelt und durch dieses Treffen mit Christian, gab es eine offene Tür, wo der ACJ ein Projekt (Arbeit mit Jugendlichen, die mit Drogen, Gewalt und sozialen Problemen zu kämpfen haben), an die Landesregierung einreichen konnte.

Für uns persönlich war es sehr schön Christian wieder zu sehen. Wir kennen ihn und seine Familie aus unseren Peruaufenthalt in Arequipa, als wir dort waren um ein neues Visum zu beantragen.

Do

07

Jun

2012

Nacionales Treffen des ACJ/CVJM Colombia

Vom 07. bis 10. Juni waren wir beim aller 2 Jahre stattfindenden nationalen Treffen der ACJ/YMCA Kolumbien dabei.

Der ACJ-YMCA Cali war der gastgebende Verein und hat sich mächig ins Zeug gelegt, dass alle Teilnehmer eine gute Zeit verbringen konnten. Das Thema der Tagung war „Movimientos fuertes para un futuro sostenible” “Starke Bewegungen für eine nachhaltige Zukunft“.

Dieses Event bestand aus drei verschiedenen Teilveranstaltungen. In den ersten zwei Tage fanden zwei parallele Treffen stand. Zum einen das nationale Volontärstreffen und ebenso das technische Treffen der Angestellten. Es war für uns schön, so viele bekannte aber auch neue Gesichter zu sehen und mit ihnen wichtige Themen zu bearbeiten. Im ersten Tag ging es speziell um den christlichen Auftrag und Antrieb im CVJM. Viele Vereine haben verschiedene Projekte und Programme vorgestellt, wie sie das in ihrem ACJ/YMCA leben. In diesem Teil haben wir ebenso das Projekt des CVJM Thüringen „highway to heaven“ vorgestellt. Es gab viel positive Resonanz und viele wollten mehr darüber erfahren.

Präsident des CVJM Weltbundes Ken Colloton, Erika & Diana
Präsident des CVJM Weltbundes Ken Colloton, Erika & Diana

Ebenso konnte das Treffen einige internationale Gäste begrüßen. Zum Beispiel war der Präsident des CVJM Weltbundes Ken Colloton und ebenso der Generalsekretär der lateinamerikanischen und karibischen Allianz des YMCA`s, die komplette Zeit anwesend.

Die Arbeit mit den Jugendlichen wurde reflektiert und an einem gemeinsamen nationalen Projekt gearbeitet, das in ganz Kolumbien Anwendung finden soll. Uns hat es beeindruckt mit welch einer Einheit die ACJ´s sich sehen und auch arbeiten. Es ist wirklich Dynamik und eine breite Beteiligung der lokalen ACJ`s in den Prozessen zu sehen. Ein positiver Unterschied zum letzten nationalen Voluntärstreffen war die Altersspanne der Anwesenden. Es war von 16 Jahren bis zu ca. 70 Jahren alles dabei. Wenn die verschiedenen Generationen sich für die Jugend einsetzen, können einfach alle voneinander lernen und sich bereichern.

So hoffen wir, dass es für uns nicht das letzte kolumbianische Treffen dieser Art gewesen ist, sondern wir eines Tages die lieben Leute nochmals in unsere Arme schließen können.

 

Hier noch ein paar Eindrücke mehr:

Di

29

Mai

2012

Ein Englisch-Camp in Quindío

Schon seit unserer Ankunft, hatte der ACJ/CVJM in Quindío den Wunsch eines Englisch-Sommer-Camps in Quindío. Im letzten Jahr hat es jedoch leider nicht geklappt, da vier der englischsprachigen Volontäre über den Sommer in den Camps in den USA gearbeitet haben.

Umso besser ausgerüstet mit Erfahrung und Ideen haben wir uns Anfang des Jahres an die Planung ein Camps für diesen Sommer 2012 gemacht. Seit Wochen sind wir in intensiven Vorbereitungen, waren viele Schule in Armenia besucht und die Kids eingeladen. Wir haben im Englischinstitut Colombo Americano, im Radio und ein vielen Wohngegenden Armenias das Camp beworben. Sogar im Nachbardepartment Risaralda waren wir in Schulen.

Doch bis heute haben sich noch keine Eltern bei uns gemeldet. Fast 800 Flyer wurden verteilt und Plakate. Verwirrt haben wir die Nummer und E-Mail von unserem Leiter Nelson auf den Flyern kontrolliert, doch alle Daten stimmen. Die Werbung ist auf der Internetseite…und keiner meldet sich.

Für uns ist dies die erste Erfahrung mit einen Camp dieser Art hier in Kolumbien. Und alle haben uns gesagt, das diese Art von Aktivitäten vielerorts gesucht wird. Warum meldet sich dann keiner???

Die acht Volontäre, die gerne beim Camp mitarbeiten wollen, nehmen sich die Zeit, arbeiten für Unterkunft und Verpflegung (keinen Lohn) im Camp und sind hochmotiviert.

Wir überlegen viel, was wir noch tun können. Wie wir mehr direkte Kontakte zu den Eltern erreichen können. Vielleicht habt ihr ja eine Idee? Oder kann vielleicht einer von euch ein Video erstellen um das Camp besser zu bewerben? Die Schwierigkeit ist, dass wir nur ein paar Fotos und die Informationen haben. Wir würden uns freuen, wenn ihr mit an uns denkt. Denn wir wünschen uns sehr, dass dieses Camp zustande kommt.

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Fr

25

Mai

2012

Zweites Encuentro Re-evolution 2012

Nachspielen der Comics
Nachspielen der Comics

Letzte Woche Freitag haben wir zu unseren zweiten Encuentro Re-evolution in diesem Jahr eingeladen. Encuentro Re-evolution bedeutet ein Treffen der beiden Jugendgruppen Re-evolution Armenia und Circasia, ein gegenseitiges Kennenlernen und jede Menge Aktion!

Das Thema dieses Treffens lautete: „Bla Bla Bla – Comunicate!“ (Bla Bla Bla – Kommuniziere!“ Und alles an diesem Nachmittag drehte sich um das Thema Kommunikation. Zu Beginn wurden die 36 Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe hatte die Aufgabe einen Comic nachzuspielen – mit Sprechblasen und allem drum und dran. Nach diesen lustigen Vorführungen haben wir Tobias Message gelauscht in der es um die 4 Ohren der Kommunikation ging. Mit einen kleinen Theaterstück haben wir zwei ein lustiges Beispiel aufgezeigt.

Weiter ging es mit einen weiteren Spiel zum Thema Kommunikation. Und bevor es leckere (für Kolumbianer leckere – mit viel Fett) Bratwürste gab, haben wir das Lied „Herr öffne du mir die Augen“ in deutsch, englisch und spanisch gesungen. Dafür wurde in der Deutsch- und Englischklassen in den Wochen davor fleißig geübt.

 

Hier könnt ihr euch ein paar Bilder anschauen:

Mi

09

Mai

2012

Maria Elena und Erika in Thüringen

 

Wer von euch hat die beiden schon getroffen?!? Sehr gut! Und alle anderen nichts wie hin! Die beiden sind noch bis zum 22. Mai mit dem CVJM Thüringen unterwegs. Lasst es euch nicht entgehen die beiden kennenzulernen!

Sa

05

Mai

2012

Diana´s erster Auftritt

Seid einigen Monaten ist Diana Teil ein Gruppe namens „El Tambor.“ Bestimmt haben das einige von euch auch schon in unserem Rundbrief gelesen. Letzten Samstag gab es einen ersten kleinen Auftritt in unserer Gemeinde Shalom – im Jugendtreffen. Damit ihr auch ein bisschen teilhaben könnt haben wir hier ein kleines Video. Viel Spass beim anschauen!

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Mi

02

Mai

2012

Maria Elena & Erika auf dem Weg nach Deutschland

Vor gut 3 Stunden haben wir Maria Elena und Erika am Flughafen verabschiedet. Nun sind die beidem auf dem Weg zu euch nach Deutschland.

Wer die beiden sehen möchte, kann eines der Programme des CVJM Thüringen in den nächsten 3 Wochen besuchen. Die ersten Tage werden die beiden an der internationalen Konferenz des CVJM in Dassel teilnehmen und danach geht es nach Thüringen.

 

Hier ein paar Fotos vom Flughafen:

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Fr

27

Apr

2012

Café Concierto

die Gruppe TAKIWASKA
die Gruppe TAKIWASKA

Eines der bisher schönsten Events im ACJ war das Café Concierto. Die Wochen davor wurde fleißig eingeladen und vorbereitet. Und die Arbeit hat sich wirklich gelohnt. Viele neue Gesichter waren an diesem Abend dabei. Die Musikgruppe Son Mestizo des ACJ und Takiwaska eine Gruppe aus Armenia haben Lateinamerikanische Musik zum Besten gegeben. Zwischendrin wurde immer wieder viel gelacht wenn der Cuentero, Erzähler/Spassmacher, seine Geschichten erzählt hat. Es konnten leckere Crepes, Säfte und Oblaten bestellt werden und die Stimmung war sehr gut. Als krönenden Abschluss hat die Stelzengruppe eine kleine Feuershow veranstaltet. Ein tolles Event!

 

Hier ein paar Foros für euch:

Mi

25

Apr

2012

Seltsam, aber schön – Plätzchen backen im April

Es war schon etwas seltsam als Diana am Mittwochnachmittag alle Backzutaten für Weihnachtsplätzchen ausgepackt und alles zum Backen in Marthas Küche (unsere alte Gastmama) vorbereitet hat. Während der FC Bayern im Nebenzimmer gegen Real Madrid kämpfte wurden die ersten Plätzchen in den Ofen geschoben. Nach gut einer Stunde waren die ersten Bleche fertig, Bayern hatte im Elfmeter gewonnen und es wurde Salsamusik angestellt und laut gesungen.

Nach 3 Stunden waren Unmengen von Plätzchen fertig die dritte CD war durchlaufen und alle waren glücklich. Jetzt fragt ihr euch bestimmt:“ Wofür das Ganze?“

Am darauffolgenden Freitag haben wir im ACJ/CVJM Armenia ein Café Concierto veranstaltet. Neben leckerem Kaffee, Crêpes und Säften, haben wir deutsche Plätzchen verkauft, die hier zu jeder Zeit beliebt sind. ;-)

Fr

09

Mär

2012

Re-evolution mit Problemen

Seit drei Wochen in diesem Jahr trifft sich die Jugendgruppe Re-evolution in der Schule Jorge Isaac. Viele neue Teilnehmer sind dabei und sie kommen regelmäßig. Doch letzte Woche haben wir am Samstag nach der Gruppe einen Anruf des Direktors erhalten. Zwei unserer Jugendlichen haben sich in den Grundschulbereich geschlichen, Unordnung geschaffen und Farben, Kleber und Tesabänder geklaut. Danach haben sie die Spielgeräte der Grundschule mit Klebeband beklebt, mit Leim und Farbe übergossen und eine riesen Sauerei hinterlassen.

Klar, dass der Schulleiter nun sauer auf uns ist. Wir müssen die Geräte reinigen, Farben und Material ersetzten und garantieren, dass so etwas nie wieder vorkommt. Oder wir können die Räumlichkeiten nicht mehr nutzen…

Keine leichte Aufgabe. Das Schulgelände ist sehr groß, umfasst Grundschule und Mittelstufe, hat Sportplätze und viele verschiedene Blocks. Manche Jugendliche kommen zum Sport, aber bleiben nicht zur Gruppe, benutzen kurz die Toiletten und gehen dann. Am Eingang steht der Wächter und lässt nur befugte Personen auf das Gelände, wenn sie sagen, dass sie unsere Gruppe besuchen möchten, gab es bis jetzt keine Probleme. Außerdem wird das Gelände von einer christlichen Gemeinde genutzt, denen auch die Schule gehört. Oft sind viele Leute der Gemeinde zur gleichen Zeit vor Ort.

Wir werden unser Bestes geben, aber eine Garantie ist unmöglich…

Unsere Jugendlichen sind keine Engel. Wir sind zwar immer wieder überrascht, welche tollen jungen Leute zur Gruppe kommen. Aber wir können nicht garantieren, dass sie perfekt sind. Wir wollen die Zeit der Jugendlichen sinnvoll füllen, ihnen Möglichkeiten offenbaren und Hoffnung geben. Und gerade auch denen, die Probleme haben wollen wir herzlich begegnen.

Genauso problematisch ist, dass diese Aktion auch die Fronten der beiden Schulen INEM (öffentliche Schule) und dem Jorge Isaacs (Privatschule) verschärft. Beide liegen an der gleichen Straße gegenüber voneinander und obwohl keine Realität herrscht, gibt es keine freundschaftliche Beziehung, sie können sich nicht ausstehen. Sicher ist, dass die beiden Jungs, die den eingebrochen und den Spielplatz verunstaltet haben aus dem INEM stammen…

 

Es wird gar nicht so leicht heute zur Gruppe zu gehen. Wir wissen, dass alle Lehrer sehr sauer auf uns sind und wir haben keine Ahnung, wie uns heute begegnet wird, ja ob wir überhaupt noch willkommen sind. Es gab die Woche einige Gespräche, aber dennoch steht der Zwischenfall im Raum. Es wäre schön, wenn ihr mit an uns denken könnt.

So

04

Mär

2012

Wir kommen nach Deutschland...

Natalia, Erika und Maria Elena v.r.n.l.
Natalia, Erika und Maria Elena v.r.n.l.

…nein, diesmal reden wir nicht von uns. Es geht um zwei Besucher, die im Mai nach Deutschland kommen und den ersten Volontär für ein Jahr im CVJM Thüringen - oder besser gesagt Volontärin.

Wir wollen euch die drei vorstellen und haben sie gebeten ein bisschen was über sich zu schreiben. Einige von euch kennen Maria Elena, Erika und Natalia schon persönlich, doch für die vielen, die noch nicht die Chance hatten Kolumbien zu besuchen, gibt es jetzt die Möglichkeit schon einmal ein bisschen was über die Mädels zu erfahren. Denn bis zum ersten Besuch im Mai ist nicht mehr viel Zeit.

Natalia wird fast zeitgleich mit uns nach Deutschland kommen und Anfang September ihr Volontariat beginnen. Viel Spass beim Lesen!

 

DIE ZWEI BESUCHER IM MAI

MARIA ELENA

Hallo an alle, mein Name ist Maria Elena Gil Bedoya, bin 25 Jahre alt (demnächst 26) und seit 2001 im ACJ Quindío. Seit 2007 bin ich Mitarbeiterin in der Bewegung und bin seit dem in vielen Bereichen dank dem ACJ gewachsen. Angefangen habe ich als Assistentin im Bereich Administration und jetzt bin ich Koordinatorin des ACJ-Hauses in Circasia. Meine Hauptarbeitsbereiche sind die Theater-, Rekreations- und Kindergruppen, die Arbeit mit den Volontären und der Bereich Administration. Außerdem habe ich dieses Semester angefangen Soziale Pädagogik für die Rehabilitation (Fernstudium) an der Universität von Quindío zu studieren.

Ich bin eine sehr fröhliche und freundliche Person und habe viele Fähigkeiten in der Gruppenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Reisen und verschiedene Orte und Traditionen kennenzulernen gefällt mir sehr, ebenso exotisches Essen.

 

ERIKA

Hallo ich heiße Erika Londoño López und bin 22 Jahre alt. Ich bin seit 1 ½ Jahren Volontärin im ACJ/CVJM und habe das weiße Dreieck. (Es gibt vier Volontärsstufen hier im CVJM 1.grün, 2.weiß, 3.blau und 4.rot) Mir gefällt die soziale Arbeit, vor allem mit Gruppen, speziell Kindergruppen. Außerdem unterstütze ich im CVJM den Bereich Finanzen, internationale Programme und die Jugendgruppe Re-evolution.

Am liebsten fülle ich meine Freizeit damit aus neue Dinge zu lernen und Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Sie sind meine Unterstützung und die Personen, die mich im Laufe meines Lebens begleitet und geführt haben. Gott ist für mich wichtig und ist der Grund meines Handelns. Ich bin eine engagierte und organisierte Person und gebe gerne in allen Aktivitäten die mir anvertraut sind mein Bestes.

Ich studiere Jura im 10.Semester und mir gefällt es sehr, da ich glaube, dass dieser Beruf wichtig ist ich dadurch vielen Menschen helfen und Gerechtigkeit walten lassen kann.

Ich wohne gemeinsam mit meiner Mutter, Oma und meinem Onkel, den Menschen die bis jetzt immer bei mir gewesen sind. Auch mein Vater ist mir sehr wichtig. Ebenso meine kleine Nichte und mein Neffe, sie sind wie mein Antrieb und zeigen mir jeden Tag tausend neue Dinge.

Mir gefallen viele Aktivitäten, vor allem Zeit mit Menschen zu verbringen, da jeder so viel zu geben hat und wir viel lernen können. Außerdem möchte ich jede Situation und auch die kleinen Dinge im Leben nutzen. Und ich verbringe gerne Zeit mit meinen Freund, eine für mich ganz wichtige Person.

VOLONTÄR FÜR 1 JAHR

NATALIA

Hallo, mein Name ist Natalia Villaneda Lopera und bin 21 Jahre alt. Zurzeit studiere ich Kommunikation Sozial und Journalismus an der Universität von Quindío. Im CVJM Quindío bin ich seit 11 Jahren und momentan leite ich eine Kindergruppe mit 28 Kids in meiner Nachbarschaft, mit welchen ich viele Aktionen unternehme. Außerdem mag ich Sport und rede gerne mit Leuten, vor allem älteren Menschen. Ich bin eine sehr fröhliche Person und mir gefällt es immer in Aktion zu sein und keine Zeit zu verschwenden. Ich freue mich immer neue Leute kennenzulernen und viele Freunde zu haben. Außerdem liebe ich deutsche Schokolade und Jogging.

Ein große Umarmung, eure Natalia!!!

Di

28

Feb

2012

Aus dem Alltag

Stelzengruppe
Stelzengruppe

Noch immer darf ich das Haus hüten, da sich meine Erkältung hartnäckiger als gedacht herausgestellt hat. Die Tage sind lang, aber ich versuche sie gut zu nutzen. So habe ich die Möglichkeit mit vielen Freunden von daheim zu telefonieren, längst fällige Berichte zu schreiben oder Spanisch zu lernen.

Tobias ist unterdessen in vollem Einsatz. Er ist bei all seinen Gruppen dabei, hat zur Zeit den Deutschunterricht übernommen und schmeißt den Haushalt. Ich bin echt dankbar!

Und er bringt grad immer wieder gute Neuigkeiten mit nach Hause. Seine Stelzengruppen bekommt zurzeit immer mehr Teilnehmer. Von Anfang des Jahres zwei ist die Gruppe auf 10 Jungs angewachsen und er erzählt, wie die Kids ihm immer wieder ihre Fortschritte vorführen wollen und wie sehr er sich darüber freut.

 

Auch die beiden Jugendgruppen Re-evolution werden größer. In Circasia waren die letzten zwei Wochen 20 Teilnehmer und davon sind viele neu dazu gestoßen. In Armenia hat die Gruppe erst vor zwei Wochen wieder begonnen, doch auch hier waren jeweils fast 20 Teilnehmer dabei. Seit wir das Sportangebot eine Stunde optional vor die Gruppe gelegt haben, kommen zum Sport mehr Jugendliche als in die Gruppe. Im letzten Jahr war es immer umgedreht. Also eine positive Änderung. Dennoch sind wir gespannt, wie es diesen Freitag wird, da jede dritte Woche bis jetzt immer negative Überraschungen bereit hielt (wie zum Beispiel 1 oder 2 Teilnehmer), aber wir hoffen das Beste.

Ihr könnt ja mit daran denken. Genau wie auch an Ana Maria, unsere Koordinatorin. Sie ist schwanger und oft, wie auch gestern, geht es ihr nicht gut. Seid alle herzlich gegrüßt! Diana

Di

21

Feb

2012

Krank und viel Zeit zum Nachdenken…

Keine Sorge nichts Schlimmes! Nur leider hüte ich (Diana) nun schon seit 4 Tagen das Bett. Eine Grippe oder wohl eher ein kleiner Virus, da man sich sonst hier im immer warmen Kolumbien kaum erkälten kann. Angefangen hat alles heute vor einer Woche, aber erst am Freitag war ich bettreif. Seitdem trinke ich fleißig Aquapanela mit Zitrone und sonstige Zitronenhauswundermittelchen der Kolumbianer, schlafe viel und habe viel Zeit zum Nachdenken.

Im Jahr 2012 hat sich unser Arbeitsplan im ACJ/CVJM etwas auf den Nachmittag und Abend verlegt. Tobi ist nun 3x wöchentlich in der Stelzengruppe unterwegs und wie es scheint, kommen nach und nach mehr Kids dazu. Wir sind wieder in unserem English Conversation Club in der Uni, in den Kidsgruppen, Re-evolution und Volontärstreffen. Parallel dazu sind wir im Bereich Finanzierung und Kommunikation unterwegs. Bald könnt ihr die eigene ACJ Quindío Homepage durchstöbern und noch mehr von den Aktionen hier online nachlesen.

Masken - eine Tradition auf Festen in Kolumbien
Masken - eine Tradition auf Festen in Kolumbien

Vor zwei Wochen waren wir auf unserer ersten kolumbianischen Hochzeit – nun ja fast, denn der Bräutigam ist Deutscher. ;-) Wir haben die beiden in unserer Gemeinde kennengelernt, gerade frisch aus Deutschland angekommen. Außer zwei Freunden konnten leider die Familie des Bräutigams sowie weitere Freunde nicht nach Kolumbien kommen. Deshalb haben sie uns am gleichen Sonntag zu ihrer Hochzeit eingeladen. Wir waren ganz schön überrascht und geehrt, die deutsche Fraktion etwas verstärken zu dürfen. Am Tag der Feier haben viele Tobi für den Bruder des Bräutigams gehalten, dabei sehen sich die beiden nicht sehr ähnlich, jedoch für einen Kolumbianer sind die beiden groß und blond, also könnten Geschwister sein. ;-) Weniger angenehm war die Frage woher wir die beiden kennen…nun ja. Obwohl wir zwei völlig Neue in der Runde waren wurden herzlich aufgenommen. Die Hochzeit war auf jeden Fall ein Traum mit Bräuchen aus Deutschland und Kolumbien, einem etwas anderem Eröffnungstanz und mehrsprachig. Auf jeden Fall sind die zwei echt nett und wir hoffen, dass wir uns nach unserer Rückkehr auch in Deutschland wiedersehen.

unser kleiner Deutschkurs mit Natalia, Veronica, Erika, Maria Elena und Catherine
unser kleiner Deutschkurs mit Natalia, Veronica, Erika, Maria Elena und Catherine

Das ist auch so ein spannendes Thema. Wo wird´s hingehen nach unserer Rückkehr. Diese Frage bewegt uns im Moment sehr. Auf der einen Seite wollen wir noch zu 100% hier in Kolumbien sein, auf der anderen Seite dürfen wir nicht vergessen in die Zukunft zu blicken. Eins ist auf jeden Fall sicher, leicht wird es nicht von hier wegzugehen! Wir sind so richtig angekommen, fühlen uns sehr wohl, haben viele Freunde, eine Gemeinde, eine tolle Arbeit in einem traumhaft schönen Land. Trotz mancher schwieriger Momente hatten wir nie Grund uns zu beklagen oder den Wunsch zu gehen. Der Abschied wird nicht leicht werden.

Aber das tolle ist, dass die Beziehungen zwischen dem CVJM Thüringen und Quindío wachsen. Im Mai werden Maria Elena (eine Vollzeitliche) und Erika (eine Ehrenamtliche) Thüringen besuchen und im September kommt Natalia als einjährige Volontärin. Das freut uns sehr auch Kolumbianer in Deutschland zu haben oder genauer gesagt in Thüringen.

Wir sind jetzt schon in der 3. Woche unseres Deutschunterrichts und es geht gut voran. Heute höre ich leider nur vom Bett aus zu, aber die Aussprache wird Stück für Stück besser und oft wiederholte Fragen werden verstanden und beantwortet. Echt schön zu sehen, dass sie auf dem Weg sind.

Zum Thema Deutsch gibt es noch mehr zu erzählen. Die Universität Alexander von Humboldt plant für März eine „Deutsche Woche“ und wir werden mit dabei sein. Zum einen werden wir einen Vortrag über Deutschland halten und am Abschlussabend zwischen Bierproben, Kartoffelsalat und Bratwürsten irgendwo mithelfen. Und zum anderen dürfen wir als Reiseleiter tätig sein und einigen Gästen das schöne Quindío zeigen.

 

Es gibt noch viel mehr zu erzählen, aber ich glaube für heute ist´s erst einmal ok. Ich möchte ja nicht, dass ihr die Lust am Lesen verliert. ;-)

Am liebsten würde ich sagen, schreibt mir doch einen Brief oder eine Karte, aber ehe diese bei mir ankommen, bin ich längst wieder fit. Aber vielleicht habt ihr ja Lust eine E-Mail zu schreiben. Ich würde mich freuen! Eure Diana

Do

09

Feb

2012

Hallo! Ich bin Erika. - Deutschunterricht

Seit diesem Mittwoch gibt es einen Deutschkurs in unserem Haus. Das heißt zweimal wöchentlich trifft sich eine kleine Gruppe von 5 Teilnehmern und wir sind die Lehrer. Das ist nicht das erste Mal, da wir auch in den beiden Jugendgruppen Re-evolution einen Deutschworkshop haben. Allerdings hapert es dabei immer etwas an der Kontinuität der Teilnehmer und oft wiederholen wir das Gleiche.

Doch diesmal wird es ernst, denn unsere jetzigen Teilnehmer kommen alle aus dem ACJ/CVJM und mehr als die Hälfte wird dieses Jahr nach Deutschland reisen. Im Mai hat der CVJM Thüringen einen Vollzeitlichen und einen Ehrenamtlichen zur Teilnahme an einer Konferenz und einem Besuch Thüringens im Anschluss eingeladen. Und ab Herbst wird der erste Volontär aus Quindío für ein Jahr nach Deutschland/Thüringen gehen.

Wir finden es wichtig, dass alle vorbereitet sind für ihre große Reise und haben deshalb von Februar bis Mai einen Deutschkurs festgesetzt in welchem es um die Sprache und die Kultur Deutschlands, sowie auch um die Vorbereitung für die Reise geht.

Diese Woche Mittwoch und Donnerstag hatten wir unsere ersten zwei Treffen. Im Video könnt ihr die ersten Versuche mit verfolgen. Wir sind gespannt und hoffen natürlich auch, dass ihr euch mit den Besuchern im Mai unterhalten könnt!

Mi

25

Jan

2012

Tobi`s Geburtstag

Zum zweiten Mal konnte ich nun schon meinen Geburtstag im wunderschönen Kolumbien verleben. 29 Jahre ist es nunmehr her, dass ich das Licht der Welt erblickte. Letztes Jahr wurde eine Überraschungsfeier für mich organisiert und dieses Jahr entschieden wir uns einige Freunde in unserem kleinen Häuschen einzuladen. Wir empfinden uns als sehr eingeflochten in das kolumbianische Leben und sind dankbar für die vielen Freunde, die wir haben dürfen. So waren Freunde aus der Nachbarschaft, der Gemeinde und unserem ACJ/CVJM da. Es waren ungefähr 20 Leute und wir hatten einen echt netten Abend mit Karaoke, einem Quiz über mein Leben, ein paar Gruppenspielen, nettem Beisammensitzen und jeder Menge Essen.

Der Unterschied beim Karaoke in Deutschland oder Kolumbien ist der: In Deutschland muss man erst Leute finden, die singen möchten und in Kolumbien ist eher die Frage, wer will eigentlich nicht singen!

Diana hatte viele Bilder aus meinem Leben ausgedruckt, lecker Nudelsalat gemacht und wir hatten die Wohnung dekoriert und geputzt.

Einen Tipp falls ihr mal in euren Geburtstag in Kolumbien feiern solltet: Macht euch keinen großen Stress mit dem vorherigen putzen der Wohnung!!! Warum? Eine der vielen Traditionen ist die: eine Piñata! Es wird ein bunter Karton gebastelt, wo viele kleine Geschenke, Konfetti und in meinem Fall auch Mehl drin ist. Dieser wird an die Decke angebracht und dem Jubilar werden die Augen verbunden und ein Stock in die Hand gegeben. Dieser wird paarmal um seine Achse gedreht und danach muss er den Karton zerschlagen, wobei dann aller Inhalt im Raum verteilt wird. Danach kommt der chaotische Teil. Alle Leute stürzen sich auf den Boden und versuchen eines der kleinen Geschenke zu erhaschen. Danach gleicht die Wohnung einem Schlachtfeld, voll mit Mehl und allem anderen Inhalt, der sich im Karton verborgen hielt. Aber auf alle Fälle ein riesen Spaß!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ein anderer Brauch, der glücklicherweise an mir vorüber ging ist der, dass dem Jubilar rohe Eier und danach Mehl auf dem Kopf zerschlagen werden. Könnt ihr ja mal daheim ausprobieren. :-)

Je später der Abend wurde, desto ausgefallener wurden auch die Lieder. So konnte man interessante Gesichtszüge entdecken, als Kolumbianer deutschen Schlager wie „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ oder „ Du kannst nicht immer 17 sein“ gehört haben. An meinem Enthusiasmus, musste ich doch erstaunt feststellen, dass mein letztes Jahr Bauteam mit meinen Jungs in SILOAH, doch spürbare Folgen bei mir hinterlassen hat, als ich tagelang mit Ihnen Schlager hören musste. So konnte ich zufrieden ins Bett fallen und dankbar für den tollen Abend sein, mit all den netten Menschen. Bedanken möchte ich mich aber auch für die vielen Glück-und Segenswünsche, die mich aus Deutschland erreicht haben.

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Mo

23

Jan

2012

Bienvenido de los VOLONTARIOS

alle Programme an einer Karte
alle Programme an einer Karte

Am letzten Montag hat die Begrüßung der Volontäre des ACJ/CVJM stattgefunden. Doch nicht nur alle aus Quindío waren dabei, sondern auch Jugendliche aus dem Nachbardepartement Riseralda und dem dortigen ACJ. Wie wir schon öfter erwähnt haben, gibt es den Traum der gemeinsamen „Eje Cafetero“ mit allen CVJMs des Kaffeedreiecks mit den drei dazugehörigen Departements Risaralda, Quindío und Caldas. Hier, wo 10% des Weltkaffees (in der Höhenlage zwischen 1000m bis 2000m) angebaut wird. Das Ziel ist es in jedem Department eine funktionierende Arbeit zu haben, aber eben nur ein gemeinsamer Vorstand. Dieses Jahr ist das Ziel, Diesen als legale Körperschaft zu gründen.

Mit insgesamt 30 Ehrenamtlichen haben wir Bilder der verschiedenen Gruppen und Aktionen, sowie Träume und Wünsche für das Jahr 2012 an eine große Landkarte des Kaffeedreiecks geklebt. Gemeinsam haben wir für das Jahr gebetet und alles in Gottes Hände gelegt.

Mo

23

Jan

2012

Treffen mit 18 Leuten aus 7 Nationen

gemeinsam mit Catherine (Kolumbien) & Jay (Kanada)
gemeinsam mit Catherine (Kolumbien) & Jay (Kanada)

Am Montag waren wir zum ersten Mal in dem Haus unseres Pastores eingeladen. Grund der Einladung war ein Treffen aller „Extranjeros“ Ausländer, die unsere Gemeinde besuchen. Einige von diesen hatten zudem noch einige Besucher, dass eine stolze Anzahl zusammen kam. So waren Leute aus Kanada(5), USA(3), Deutschland(2), Neuseeland(2), Österreich(2), England(1) und Kolumbien(3) anwesend. Eine interessante Aktion aller Anwesenden war es, alle Länder aufzuzählen, wo wir miteinander waren. So kamen am Ende 67 unterschiedliche Staaten heraus! Unser Pastorenehepaar sind Missionare, die nunmehr seit 21 Jahren zusammen in Kolumbien leben. Er ist gebürtiger Kolumbianer und hat in Kanada studiert, wo er dann seine spätere Frau kennengelernt hat. Ihre Eltern sind ursprünglich aus Österreich und sind als der Krieg vorüber war, nach Kanada ausgewandert. Somit ist sie in Kanada aufgewachsen mit viel österreichischem Einfluss. Ein Traum von ihr war es immer Missionar in Südamerika zu sein und deshalb hat sie Spanisch studiert. Als beide dann verheiratet waren, sind sie gemeinsam zurück in das Heimatland des Ehemann - Kolumbien.

 

Es war ein toller Abend mit viel leckerem Essen, da jeder etwas Landestypisches mitbringen sollte. Man genießt solche Abende ganz besonders, da man mit allen eine Gemeinsamkeit teilt: Alle sind Ausländer fern ab von der Heimat. In der Fremde entdeckt und bemerkt man, wie sehr man mit seiner eigenen Kultur verflochten ist. Man erkennt und bemerkt Reaktionen und Haltungen seines eigenen Seins, die von der eigenen Kultur herkommen und für einen selbstverständlich sind. Viel unseres Verhaltens kommt daher, weil wir in einem dementsprechenden Umfeld aufgewachsen ist und nicht weil das meine eignen Eigenschaften sind. Wenn man mal seine eigene Kultur sozusagen von außen betrachten konnte, sieht man Einiges in einem anderen Licht und setzt sich anders mit seiner Kultur auseinander. Es ist ein Privileg und wir sind sehr dankbar für diese Zeit, die wir hier verleben dürfen. Gegen 22:00 Uhr sind alle satt und glücklich nach Hause gegangen und wir hoffen, dass es nicht das letzte Treffen dieser Art gewesen ist!

Sa

14

Jan

2012

Ein harte Nachricht

Seit Anfang letzter Woche wird im ACJ/CVJM wieder gearbeitet. Erst einmal nur mit den Mitarbeitern um die Jahresplanung aufzustellen. Diesmal das erste Mal mit Kalender und Eintragen von Terminen, juhu!!

Der Jahresfinanzplan des ACJs im letzten Jahr wurde mit einem Defizit geschlossen. In dieses Jahr sind wir mit noch großen zu finanzierenden Lücken gestartet. Das bedeutet, dass wir die laufenden Kosten nicht stemmen können und wenn kein Wunder passiert das CVJM-Haus in Circasia ab Februar geräumt werden muss. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Das Feld kampflos räumen. Das bedeutet zwar, dass wir das Haus hergeben müssen, die Arbeit, wenn auch verändert aber weiter bestehen wird, denn die Volontäre gibt es ja und der ACJ/CVJM lebt weiter. oder 2. Wir gehen nach Vorn und kämpfen dafür!

Vorgestern haben wir uns für die zweite Variante entschieden. Gestern hat ein Treffen mit allen Volontären stattgefunden und wir haben Ideen geschmiedet, wie wir dem ACJ helfen können. Wir wollen auf die Straßen gehen und den Menschen sagen, wie wichtig uns der ACJ ist. Wir werden kleinere Aktionen organisieren und in Geschäften und Firmen um Spenden bitten. Termine bei den neuen Bürgermeistern in Armenia und Circasia wurden ausgemacht. Wir wollen den Betrag für 2-3 Monatsmieten zusammenbekommen um Zeit für längerfristige Anträge und Aktionen zu gewinnen. Bitte denkt mit an uns und nehmt dieses Anliegen mit in eure Gebete. Morgen gibt es die erste Aktion mit Kinder- und Jugendangeboten im Park in Circasia.

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Sa

24

Dez

2011

Unser zweites Weihnachtsfest in Kolumbien

die Schäfchen im Weihnachtsstück
die Schäfchen im Weihnachtsstück

Wie schnell das Jahr vergeht und wir durften schon unser zweites Weihnachtsfest hier feiern. Bis zum 20. Dezember gab es wieder täglich für alle Kids die Novenas, mit Liedern, Gebeten und der Weihnachtsgeschichte. Täglich kamen ca. 30 Eltern und Kinder. Der Kreis war viel kleiner als im letzten Jahr (das waren es 220), aber das war gut so. Denn wir hatten angekündigt, dass es in diesem Jahr keine Geschenke geben wird. Denn viele Kinder besuchen verschiedene Novenas am Tag nur um sich am Ende ein Weihnachtsgeschenk zu sichern. Aber den wirklichen Inhalt bekommen sie gar nicht so richtig mit oder es interessiert sie nicht. Deshalb standen unsere Türen offen für alle die gerne kommen möchte auch ohne ein Geschenk zu erwarten – einfach weil es ihnen wichtig ist.

Tafel mit Weihnachtsleckereien
Tafel mit Weihnachtsleckereien

Und es waren echt schöne Tage. Am letzten haben wir die Weihnachtsgeschichte nachgespielt und eine große Tafel mit vielen Weihnachtsleckereien hergerichtet – auch mit deutschen Butterplätzchen. Es war wie am Tisch einer großen Familie. Als Überraschung hat eine Volontärin des ACJ-CVJM für jedes Kind ein kleines Geschenk mitgebracht. Wer hätte das gedacht!

auch die kleinen haben fleißig getanzt
auch die kleinen haben fleißig getanzt

Am 24. Dezember waren wir von Erika und ihrer Familie auf die Finca ihres Onkels zum Mittagessen eingeladen. Es wurde lecker gegrillt und danach bei typisch kolumbianischen Spielen mit Jung und Alt gewetteifert. Gegen 17:30 Uhr sind wir zurück nach Armenia gefahren. Gute 1 ½ Stunden später wurden wir von Victor (auch einem Volontär des ACJ) abgeholt und zu seinem Haus gebracht. Dort durften wir einen tollen Weihnachtsabend verbringen. Zwar abgesehen von den Novenas kein bisschen besinnlich, aber fröhlich, familiär und mit viel Salsa. Es gab leckeres Essen und viele tolle Gespräche mit dieser ca. 30-köpfigen echt lieben Familie. Als wir uns um 1:30 Uhr auf den Heimweg machen wollten, waren wir die Ersten: „Was, ihr wollt schon gehen?!?“ Nichts desto trotz waren wir gegen 2:00 Uhr daheim und haben uns noch etwas Zeit zu zweit genommen. Am nächsten Tag haben wir uns noch einmal mit Victor und ein paar Freunden getroffen. Die Guten haben bis 6:00 Uhr morgen durchgefeiert.

Mo

05

Dez

2011

Adventskalender Türchen Nr. 5

Ein Zirkus für die Gruppen Semilleros und Reportaritos de Paz

Am Samstag haben wir für unsere beiden Kindergruppen einen Zirkus veranstaltet als Abschluss für dieses Jahr. Zu sehen gab es Clowns (Veronica und Maria Elena), die stärkste Frau der Welt (Diana), einen Jongleur (Veronica), einen Zauberer (Maria Elena), einen Löwendompteur mit riesenlöwen (Diana), Hypnotiseur (Paule, die Diana hypnotisiert) und allen Kinder wurden die Gesichter bemalt. Das war ein Spass!
Hier ein paar Fotos, die Besten kommen später noch.

  

So

04

Dez

2011

Adventskalender Türchen Nr. 4

Weihnachtsplätzchen - einen fröhlichen 2. Advent

Was wäre Weihnachten ohne Plätzchen?! Deshalb trotz Wärme und Sonnenschein - Plätzchen müssen gebacken werden! Es gibt nur ein Problem...wir haben keinen Backofen in unserem Häuschen. Deshalb haben wir uns einen kleinen Metallkasten gekauft, den man auf Gasplatten stellen kann. Pünktlich zum Advent hat DIana angefangen die ersten Plätzchen zu backen. Wenn man in Kauf nimmt, dass immer nur ganz wenige Plätzchen in das Kästchen passen und immer mal alle während dem Backen tauscht, kann man damit ganz zufrieden sein. Es sieht zwar etwas lustig aus - aber das macht ja nix!

Und da heute der zweite Advent ist wollen wir euch gerne ein paar Grüße schicken. Der oder die erste, die heute einen Weihnachtsgruß in unserem Gästebuch einschreibt bekommt eine Weihnachtspostkarte von uns zugeschickt. --> und das war Ronny!

Sa

03

Dez

2011

Adventskalender Türchen Nr. 3

 

 

Weihnachten in Kolumbien
Durchschnittstemperatur 25 `C, keine Schnee, Salsa,... Weihnachten in Kolumbien ist einfach anders. Doch auch hier wird alles weihnachtlich dekoriert, die Kunsttannen ausgepackt und geschmückt, blinkende Lichterketten hängen von den Häusern und überall stehen leuchtende Figuren. Sogar die Musik, sei es Salsa oder Merenge, klingt im Dezember anders, da Rasseln im Hintergrund die Lieder noch flotter machen. ;-)

Fr

02

Dez

2011

Adventskalender Türchen Nr. 2



Sagenhaft blauer Himmel!!! Wir hoffen das Bild muntert euch etwas auf, wenn sonst grad nur Regen statt Schnee fällt...
Die kleine Frau heißt Katalina - klein aber oho!!

Do

01

Dez

2011

Adventskalender Türchen Nr.1



Langsam wird´s Zeit sich warm anzuziehen. Heute ist schon der 1. Dezember!!! 
Unsere letzte Nacht war eher etwas unruhig, da wir punkt 12 Uhr Mitternacht mit Knallern und Feuerwerk aus dem Schlaf gerissen wurden. Jugendliche waren auf den Straßen versammeln und haben in den 1. Dezember gefeiert. Auch am Abend des 30. November gab es lange Motorradketten die mit lautem Gehupe und Musik durch das Stadtzentrum düsten.

Dieses Bild ist in Peru, genauer gesagt auf der Insel Amantani auf dem Titicacasee entstanden.

Sa

29

Okt

2011

Auf den Spuren der Inkas - Teil 1

Tipón
Tipón

Die letzten Tage war unsere Zeit geprägt von Besuchen der alten Inkastätten und kennenlernen der Geschichte dieser alten Zeit. Man merkt schon, dass vieles nur vermutet wird und keiner so genau weiß, wie es damals wirklich war. Aber es ist spannend mehr über die Inkazeit zu erfahren und diese vielen Steine wieder lebendig werden zu lassen.

Am Samstag haben wir Tipón, eine Ruinenlandschaft der Inkas einige Kilometer entfernt von Cuzco, besucht. Unser Taxifahrer hat sich als wandelndes Lexikon was die Inkas angeht herausgestellt und mit Freude hat er unsere Einladung uns zu begleiten angenommen. Dank ihm haben wir viel mehr über den Ort und die alte Inkakultur erfahren. Tipón gilt als eine ingenieurtechnische Meisterleistung der Inkas mit den vielen Wasserfällen und Bewässerungsterassen. Als wir am Schluss von einem Regenschauer überrascht wurden sind wir schnell zurück zum Taxi. Als weiteren Höhepunkt dieses Tages gab es Guy (Merschweinchen) zum Abendessen!

Fr

28

Okt

2011

Gut angekommen in Cuzco

Nach einer etwas schlaflosen Nacht am Flughafen von Lima sind wir gut in Cuzco angekommen. Friedheim hat uns freudestrahlend am Flughafen begruesst und uns gleich ein Taxi zu unserer Pension besorgt. Das Gepaeck wird auf`s Dach geschnallt und los geht`s. ;-)

Peru ist schon sehr anders als Kolumbien. Schon im Landeanflug als man das erste Mal die Landschaft gesehen hat. Die Erde ist rot und alles sieht trockener aus als in Quindìo. Aber es gibt auch viel gruen und bewachsene Huegel. Die Menschen sehen anders aus und auch der Umgang miteinander ist anders. Aber das war erst der erste Eindruck. Wir werden sehen, ob sich das in den naechsten Tagen bestaetigt.

Nachdem wir unser Hostel im Zentrum von Cuzco bezogen hatten, ging`s gleich das erste Mal ab in die Stadt. Viele kleine Gaesschen praegen das Stadtbild. Immer wieder laeuft man durch alte Inkamauern die pergekt ineinander gesetzt wurden.

Und ueberall hoert man Deutsch. Die Stadt ist voller Touristen und vor allem Deutschen.

Nach einem leckeren Fruehstueck haben wir unseren Muchupicchu-Reisepreis ausgehandelt und alles wichtige fuer die Zweitagestour geklaert. Am Nachmittag sind wir zum Saqsaywaman gelaufen und haben einen leckeren Kaffee am Hauptplatz getrunken.

Do

27

Okt

2011

Auf nach Peru

Die ersten drei unserer deutschen Gäste sind jetzt schon auf dem Weg zum Flughafen. Der Rest wird in 2 Stunden ins Taxi steigen und dann geht´s für uns alle nach Peru.

Wir freuen uns schon sehr und hoffen, dass alle Flüge nach Plan funktionieren und nicht wie so oft ausfallen und verschoben werden.

Nach unserer Ankunft in Cuzco werden wir nach einer kurzen Verschnaufpause gleich nach Machupicchu aufbrechen. Danach werdet ihr bestimmt wieder von uns hören.

 

Ganz so leicht fällt uns der Abschied aber gerade nicht. Tobi und ich sind recht angespannt, da wir nach 6 Tagen mit der Gruppe nach Lima fliegen werden um von dort aus erneut unser Visum zu beantragen. So richtig erleichtert werden wir wohl erst wieder sein, wenn wir das neue Visum in Händen halten.

Wir freuen uns, wenn ihr mit daran denkt!

Mo

24

Okt

2011

Streik in den Universitäten von Kolumbien

ein Teil der Uni in Quindío
ein Teil der Uni in Quindío

Bestimmt habt ihr schon von den Studentenmärschen und Streiks hier in Kolumbien gehört und Bilder in den Nachrichten gesehen. Als wir am Montag zu unserem English Conversation Club in die Universität gefahren sind, waren wir gespannt, wie viele Studenten teilnehmen würden, da Momentan in allen Unigebäuden Studentenversammlungen abgehalten werden. Der Staat hat einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen laut welchem alle öffentlichen Universitäten privatisiert werden sollen. Da in Kolumbien jeder Student, egal ob er eine öffentliche oder private Universität besucht, Studiengebühren pro Semester zahlen muss, ist es von vornherein für viele Jugendliche nicht möglich zu studieren. An den öffentlichen Universitäten gibt es allerdings Programme, wie Artistik- Musik- oder Sportgruppen in welchen man sich beteiligen kann. Nach 2 Semestern regelmäßiger Teilnahme werden die Studiengebühren erlassen, da man die Universität unterstützt. Auf diese Art und Weise ermöglichen sich viele junge Leute ihr Studium.

Wenn es allerdings nur noch private Universitäten gibt, steigen zum einen die Studiengebühren an und es gibt diese Teilnahmemöglichkeiten in den Gruppen nicht mehr. So wird es für noch mehr Jugendliche unmöglich zu studieren.

Deshalb finden sich momentan kolumbienweit Studenten zu Streiks zusammen um gegen die Durchsetzung dieses Gesetzesvorschlags zu protestieren. Die Universität in Quindío ist zurzeit die einzige, die die fast alle Studiengebäude geschlossen hat. Alle anderen Universitäten schließen täglich andere Studienzweige um an den restlichen Tagen der Woche weiterstudieren zu können. Hier in Quindío wird gerade noch diskutiert, ob es nicht auch besser wäre nur einen Tag in der Woche einen Zweig zu schließen um den Studienbetrieb aufrecht zu erhalten. Jedoch sind viele der Meinung, dass dies nicht reiche um Druck auf die Regierung ausüben zu können. Die Folge der Schließung aller Gebäude hier würde ein vorzeitiges Ende des Semesters bedeuten. Was zur Folge hätte, dass viele Professoren erst einmal ohne Job wären und auch einige administrative Personen entlassen werden müssten. Demzufolge würde die Arbeitslosenzahl steigen und die Regierung stände mehr unter Druck.

Doch dies hätte einen hohen Preis für die Studenten. Insgesamt studieren 14.000 Personen an der Universität von Quindío, 4000 davon kommen nicht direkt aus Armenia und reisen täglich an oder haben eine Wohnung gemietet. Das vorzeitige Ende des Semesters bedeutet ,dass das gezahlte Geld für dieses Semester verloren geht. Ein weiteres Problem für viele wäre, dass der jetzige Stand der Noten der Semesterentstand wäre, was für viele das Nichtbestehen des Semesters bedeutet.

Das heißt, die Meinungen der Studenten sind gespalten. Und es wird sich getroffen und diskutiert.

Mi

19

Okt

2011

Besucher aus Deutschland

im Kaffeepark
im Kaffeepark

Wie ihr vielleicht schon vorher gelesen habt, sind seit dem 18. Oktober wieder ein paar deutsche Besucher bei uns zu Gast. Diesmal sind es unsere Freunde aus SILOAH, dem Kinder- und Jugendbauerhof auf welchem wir die letzten Jahre gearbeitet haben. Wenn uns jemand fragt, wie viele Personen zu Gast sind, sagen wir immer als Scherz 6 ½, denn insgesamt haben wir zwei Mädels, zwei Pärchen und die 16 Monate alte Mila zu Gast. Alle wohnen in unserem Häuschen und wir sind erstaunt, wie gut alles klappt.

Am Donnerstag, dem ersten kompletten Tag hier in Armenia, haben sich alle die Stadt angeschaut und sind ein bisschen durch die Fußgängerzone geschlendert. Auch das Goldmuseum und der Parque de la Vida standen auf dem Programm.

Am Freitagnachmittag hatten wir mit den Ehrenamtlichen aus Quindío ein INTERCAMBIO CULTURAL geplant. Einen Nachmittag und Abend mit Musik, Spielen, einen Fußballmatch Deutschland gegen Kolumbien, typischem Essen, Workshops und als Höhepunkt eine kleine Tanzeinlage mit Südamerikanischen und Deutschen (oder in Deutschland getanzten) Tänzen. Ein toller Abend mit viel Begegnung.

 

Samstag waren alle bei den Kindergruppen am Vormittag dabei. Alles ging ein wenig drunter und drüber, aber sonst wären wir ja auch nicht in Kolumbien. Unsere Freunde haben noch drei Spiele mit den Kids gespielt. Eines davon musste am Schluss gleich noch einmal wiederholt werden, da alle begeistert davon waren. Sonntag nach dem Gottesdienst ging´s mit dem Bus in den Nationalpark von Valle de Cocora. Umgeben von saftig grüner Natur und Wachspalmen, dem Nationalbaum von Kolumbien, sind wir ein Stündchen gelaufen und haben die Stille und den Frieden genossen. Rechtzeitig zum Mittagessen im Restaurant fing es an zu regnen um kurz nach dem Essen wieder aufzuhören. Den zweiten Teil des Nachmittags haben wir mit Bummeln in dem kleinen Städtchen Salento verbracht.

 

Es ist echt schön mit Freunden unterwegs zu sein. Und wir freuen uns sowohl ein Stück vom Land und auch von der Arbeit im CVJM zeigen zu können.

 

Hier noch ein paar Bilder:

Di

18

Okt

2011

Unser bisher schlimmster Tag in Kolumbien

Bis jetzt haben wir immer viel Erfreuliches und Positives hier aus Kolumbien berichtet. Uns geht es sehr gut, die Arbeit macht sehr viel Freude, wir sind von vielen lieben Menschen umgeben und wir leben in einem traumhaft schönen Land.

Der letzte Dienstag allerdings war weniger schön und einfach für uns. Keine Sorge, uns ist nicht schlimmes passiert! Aber hier einmal alles ganz von vorn.

Schon am Montag gab es ein erstes kleines Problem mit der Busfahrt. Im Normalfall können wir einen Bus von Armenia bis direkt nach Bogota nehmen. Da allerdings im Moment Regenzeit ist, sind die Straßen über die Kordillere nach Bogota oft von abgerutschten Gesteinsbrocken und Dreck versperrt. So auch an diesem Tag und jegliche Busse von Quindío aus nach Bogota waren gestrichen. Da wir allerdings unsere Reise nicht verschieben konnten, mussten wir einen anderen Weg finden. Dieser hat uns dann erst einmal in das 2 Stunden entfernte Manizales geführt (die Hauptstadt unseres Nachbardepartmentes Caldas). Von dort wurden Busse über einen etwas anderen Weg nach Bogota angeboten. Angefangen von ca. 20 Grad in Manizales, über Tolima mit seinen guten 30 Grad bis nach insgesamt 10 Stunden Fahrt in das 17 Grad kalte Bogota. Völlig k.o. nach insgesamt 12 Stunden Busfahrt in einem kleinen, nicht mehr so ganz neuen und überfüllten Reisebus sind wir aber gut in Bogota angekommen und wurden vom Generalsekretär des CVJM-ACJ Gesamtverbandes abgeholt.

Am Montag dem 17.Oktober war wieder einmal Feiertag in Kolumbien und wir haben uns auf den Weg nach Bogota gemacht um für weitere 8 Monate ein Visum für Kolumbien zu beantragen und um am Dienstagabend unsere deutschen Freunde aus SILOAH vom Flughafen abzuholen.

Am nächsten Morgen sind wir früh aus dem Betten gesprungen und haben uns auf den Weg zum Ministerium gemacht um unsere Visapapiere abzugeben. Dort müssen erst einmal umgerechnet 35 € pro Person gezahlt werden damit überhaupt jemand unsere Papiere anschaut und sich Zeit für uns nimmt. Nach nur 15 Minuten Wartezeit wurden wir auch schon aufgerufen. Unsere Bearbeiterin in Zelle 6 war freundlich, aber auch sehr genau. Schon nach 5 Minuten wurden wir für eine kleine weitere Wartezeit wieder nach draußen geschickt, damit sie sich erst einmal alle Papiere ansehen kann. Als wir dann ein zweites Mal gerufen wurden ging alles ganz schnell. Auf unseren Berufszeugnissen fehlen die vorgeschriebenen Apostillen und ohne diese wird der Antrag nicht genehmigt… aber wir könnten bis zur 166 Straße fahren um uns diese geben zu lassen und dann wiederkommen. Wir müssten zwar danach erneut die 35 € pro Person zahlen, aber dann wäre alles komplett. Alles gut Zureden und Überreden hat nicht funktioniert und mit einem kleinen Schock haben wir das Ministerium verlassen. Uns war nicht ganz klar, wie wir ohne die Originaldokumente eine Apostille erhalten sollten, aber es war unsere einzige Möglichkeit. Also haben wir uns ins Taxi gesetzt und sind bis zur 166 Straße gefahren. Auf dem dortigen Amt wurde uns mitgeteilt, dass unsere Papiere nur in Deutschland mit der Apostille versehen werden können. Der Frau auf dem Ministerium scheint das gar nicht so wichtig gewesen zu sein, Hauptsache eine Apostille egal ob aus Deutschland oder Kolumbien. Also haben wir weiter auf die Leute eingeredet, bis wir am Ende den Chef persönlich vor uns hatten und uns dieser auch nicht weiterhelfen konnte.

Also was nun?? Ohne diese Apostillen kein neues Visa, ohne neues Visa kein Kolumbien mehr. Also haben wir ein Internetkaffee gesucht und die deutsche Botschaft in Bogota angerufen. Doch auch dort wurde uns mitgeteilt, dass nach dem Haager Übereinkommen Nummer 12 die Apostillen benötigt werden und diese nur in Deutschland ausgestellt werden können. Die vorherige Legalisation von Dokumenten, die vorher auch in den Botschaften möglich waren, wird nicht mehr gemacht. Das war das aus für unser Visa.

Um erst einmal nach Rat zu fragen, wollten wir zum Gesamtverband des CVJM-ACJ fahren. Da wir allerdings für Taxis und Ministerium an diesem Tag schon ziemlich viel Geld ausgegeben hatten und der ACJ auf der 33 Straße, also nicht grad um die Ecke liegt, haben wir uns für den Transmilenio entschieden. Der Transmilenio funktioniert wie eine Metro nur mit Bussen. Es gibt ein ganzes Netz in Bogota und zählt zu den Haupttransportmitteln. Leider ist er auch immer überfüllt und für uns Kleinstadtmenschen auch nicht grad so easy zu verstehen. Aber wir haben uns durchfragt uns saßen kurz darauf im richtigen Bus. Mit jeder Fahrt in Bogota wird einem die Dimension dieser 8 Millionenstadt mehr bewusst.

Angekommen im ACJ liefen die Telefone heiß auf der Suche nach einer Lösung. Da wir am 27. Oktober nach Peru fliegen reicht die Zeit nicht um erneut ein Visa in Bogota zu beantragen, wenn wir allerdings von Peru zurückkommen haben wir kein Visum mehr und könnten innerhalb Kolumbiens kein neues beantragen. Eine Möglichkeit, wie uns das DAS (Departamento Administrativo de Seguridad oder für uns quasi die Meldbehörde) mitteilte wäre eine Verlängerung unseres Visum um einen Monat um Zeit für den neuen Antrag zu gewinnen.

Also haben wir uns wieder auf den Weg zum Transmilenio gemacht und sind in die 100 Straße gefahren. Dort mussten wir uns noch einmal eine halbe Stunde durchfragen bis zum DAS. Angekommen um 16:15 Uhr waren bereits alle Türen geschlossen. Das DAS hat täglich nur bis 16:00 Uhr geöffnet und der Sachzuständige für Ausländer war schon um 15:00 Uhr gegangen. Auch hier hat alles Reden und Bitten nicht geholfen.

Da saßen wir nun nach unserem mehrstündigen Marathon durch die Riesenstadt Bogota ohne Erfolg auf der Bank vor dem DAS Gebäude. Völlig erschöpft und ernüchtert. Alles ärgern, warum uns nicht klar war, dass diese Apostillen gefehlt haben (denn unser erster Visaantrag hat mit genau den gleichen Papieren problemlos funktioniert) hilft uns nichts.

Der einzige Erfolg an diesem Tag war unser Übersetzer in Deutschland, der sich bei unserem Anruf (bei ihm war es schon 21:30 Uhr) sofort und unkompliziert bereit erklärt hat am nächsten Tag die Dokumente erneut auszudrucken und die Apostillen beim Landgericht zu holen.

In 3 Stunden würden unsere Freunde am Flughafen ankommen. Und da es für diesen Tag eh nichts mehr in Richtung Visa zu retten gab, haben wir uns auf den Weg zum Flughafen gemacht. Einen Bus dorthin zu erwischen war auch noch mal ein Abenteuer, aber wir waren ja schon Einiges an diesem Tag gewohnt.

Angekommen am Flughafen wurde unsere Stimmung wieder etwas besser. Der Flieger war überpünktlich gelandet, wir haben uns noch einen Kaffee genehmigt und als unsere Leute aus dem aus dem Flughafengebäude kamen, war fast alles Negative des Tages vergessen. Der bestellte Bus zum Hotel hatte auch nur 30 Minuten Verspätung und alles hat prima geklappt.

Nach allerdings 15 Minuten im Bus ist uns ein Auto in die rechte Seite gefahren. Zum Glück nichts Schlimmes, keinem ist etwas passiert, aber der Papierkram für die Versicherung musste geklärt werden. Nach fast 2 Stunden konnten wir weiterfahren und sind gut am Hotel angekommen. Nach dem Einchecken haben wir uns zu unserer Unterkunft aufgemacht und sind erschöpft ins Bett gefallen. WELCH EIN TAG!!!

 

Zwei Tage später zurück in Armenia haben wir uns das zweites Mal auf den Weg zum DAS (in Armenia) gemacht um die Verlängerung zu beantragen. Diesmal in Begleitung der Leiterin des CVJM-ACJ und einer Mitarbeiterin des DAS. Der Chef hat sich persönlich Zeit genommen. Eine Verlängerung konnten wir leider nicht beantragen, da diese exakt am Tag an dem das Visum abläuft beantragt werden muss. An diesem Tag befinden wir uns jedoch in Peru. Nun haben wir unsere Peruflüge umgebucht und werden 2 Wochen länger in Lima bleiben. In der der dortigen Botschaft können wir unser Visum beantragen und die Papiere mit den Apostillen sind auf dem Weg nach Lima. Diese letzten Tage waren die am wenigsten erfreulichen für uns hier in Kolumbien. Dennoch wissen wir uns am richtigen Platz und sind uns sicher, dass wir auch die kommenden 8 Monate hier bleiben sollen.

Als positives Ergebnis dieser ganzen Geschichte können wir unseren verlängerten Peruaufenthalt sehen, da wir nun mehr als 4 Tage Zeit haben den dortigen CVJM kennenzulernen. Und darauf freuen wir uns schon sehr.

2 Kommentare

Fr

30

Sep

2011

Banquete de Amor y Amistad

Am letzten Freitagabend stand im ACJ/CVJM alles unter dem Motto Bankett der Liebe und Freundschaft. Schon seit Wochen haben wir diesen Abend geplant, Leute angefragt, Bonos verkauft,… aber jetzt erst einmal von vorn.

Wir sind immer am überlegen, mit welchen Ideen wir Geld für die Kinder- und Jugendarbeit des ACJ/CVJM sammeln können. In den letzten Monaten ist die Zahl der Erwachsenen Ehrenamtlichen in Circasia etwas gewachsen, was mehr Unterstützung für die Arbeit bedeutet. Es werde Projekte überarbeitet und verbessert und es gibt neue Ideen. Eine dieser Ideen ist keine Weltneuheit, aber etwas Neues für den ACJ hier. Ein Bankett mit einem edlen Abendessen zur Unterstützung Arbeit des ACJ. Als Datum wurde der 30.September festgelegt, der letzte Tag im Monat September, dem Monat der Liebe und Freundschaft (Amor y Amistad). Die Idee ist es Bonos für dieses Abendessen zu verkaufen, ein Bonos kostes 15.000COP (ca. 6€) pro Person. Davon sind 5.000 COP für das Essen gedacht und die restlichen 10.000 als Spende für den ACJ. 2 Wochen haben wir Einladungen verteilt, Bonos verkauft und vorbereitet. Der ACJ wurde auf Hochglanz gebracht und Musik- und Theaterstücke von den Ehrenamtlichen vorbereitet. Am Freitag wurde alles elegant dekoriert und um 19:00 Uhr kamen die ersten Gäste. Viele neue Gesichter, unter anderem Professoren und Pfarrer betraten den CVJM das erste Mal. Für uns war dies die Möglichkeit über die Arbeit des ACJ zu berichten, die Jugendlichen hatten ihre großen Auftritte mit Re-evolution, der Musikgruppe Son Mestizo , der Theatergruppe und auch auf Stelzen. Für alle, die mehr Interesse am CVJM haben, aber nicht genug Zeit um als Volontär aktiv zu sein, haben wir den ACJ Quindío Freundeskreis gestartet. Auf jedem Tisch lagen Zettel, auf denen man seine Kontaktdaten eintragen konnte. Des weiteren haben wir nach Unterstützung im Gebet und um Sach-und Geldspenden gebeten.

Nun gibt es den ersten kleinen ACJ Quindío Freundeskreis, mehr Interessenten für den ACJ und neue Unterstützung. Für uns ein rundum gelungener Abend.

Di

20

Sep

2011

Deutschland und seine Geschichte

Wir haben uns wahrscheinlich noch nie so viel mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt wie hier in Kolumbien. Klar zu Schulzeiten gibt es viel zu lernen, aber hier wird man oft mit Fragen konfrontiert. Wie war das mit den Weltkriegen und was war Hitler für eine Persönlichkeit? Wann wurde die Mauer gebaut? Warum gab es zwei Teile Deutschlands? Wie war das Leben im geteilten Deutschland? Gab es Fluchtversuche? Und noch viel mehr Fragen.

Wir merken, dass viele Leute sich hier mit unserer Geschichte beschäftigt haben, aber auch oft nur Bruchstücke wissen. Es gibt also immer viel zu erklären oder richtigzustellen. Und ab und zu gönnen wir uns via Internet eine tolle Geschichtsdoku des Deutschen Fernsehens. So sind wir momentan auf einem echt guten Wissensstand zu unserer Geschichte und das hier in Kolumbien!

Gestern Abend waren wir bei einer Familie eingeladen, deren Tochter in der nächsten Woche einen Vortrag über die deutsche Mauer halten soll. Gemeinsam mit ihrer Freundin haben sie uns über 1 ½ Stunden ausgefragt und gespannt zugehört. Wir dürfen sogar nächste Woche bei ihrem Vortrag dabei sein. Die beiden gehen auf das Gymnasio Ingles, eine Schule der höheren Einkommensklassen. Wir kennen bis jetzt nur zwei Lehrer, die auch in unserer Gemeinde gehen. Die Begegnung gestern war das erste Mal mit Schülern von dort. Der Lebensstandart der Familien ist wirklich sehr anders als manch anderer die wir kennengelernt haben. Ein riesiges Haus mit Fußballfeld und Pool im Garten, gelegen in einer hinter Zäunen gesicherten Nachbarschaft mit Wächter. Die Familie war sehr nett und wir wurden herzlich aufgenommen und doch haben wir uns auch etwas komisch gefühlt da der Lebensstandart hier so viel höher war, als bei all unseren Freunden hier in Quindío.

Di

30

Aug

2011

La Mariala – „Du bist einmalig!“

der heutige Tageshit - die Brille mit Schnautzer
der heutige Tageshit - die Brille mit Schnautzer

Seit längerem haben wir überlegt, wie wir die Volontärstreffen (Treffen der Ehrenamtlichen) etwas verändern können. Vor allem in Armenia gestalten sich die Treffen etwas schwierig. In Circasia kommen und gehen die Volontäre, das Haus des ACJ/CVJM ist fast wie ein Zuhause für viele Jugendliche. In Armenia ist die Situation leider etwas komplizierter. Die meisten Volontäre sind Studenten, manche studieren am Morgen andere am Nachmittag oder Abend. Zusätzliche haben viele noch einen Job, um sich die Uni überhaupt leisten zu können. Trotz 9 verschiedener Terminvorschläge gelingt es uns nicht, mehr als sechs Volontäre zusammenzubringen. Und selbst mit zwei Treffen können nicht alle abgedeckt werden. Und das gleiche Problem haben wir auch mit den praktischen Einsätzen. Im Normalfall nimmt jeder Freiwillige am Volontärstreffen teil und hat eine Gruppe innerhalb einer Woche. Doch da es schon schwer ist, ein Volontärstreffen zu organisieren, könnt ihr euch vorstellen, dass es mit der Praktika noch viel schwieriger ist.

Die Leute sind jedoch begeistert und fit. Deshalb haben wir in Armenia viele Events, da dafür die Volontäre eher einen Abend Zeit haben und viele Dinge von daheim aus organisieren können. Aber auch die Arbeit mit den Kinder und Jugendlichen darf nicht wegfallen. Sie lernen im ACJ/CVJM viele Rekreationen und Spiele, lernen wie man mit Kinder und Jugendlichen arbeitet, allerdings fehlt die Praxis.

auf der Jagd nach Sternen
auf der Jagd nach Sternen

Deshalb haben wir unsere Treffen ein bisschen geändert und einmal im Monat geht´s ab in den Stadtteil La Mariela. Ihr erinnert euch bestimmt noch, dass wir dort im Sommer Ferienprogramm angeboten haben und gerne etwas Regelmäßiges machen würden.

Heute war es dann das erste Mal soweit. Leider nur zu fünft haben wir uns auf den Weg gemacht. Viele Kinder kannten wir noch vom Ferienprogramm und auch die Kids konnten sich erinnern und sind gleich auf uns alle zugestürmt.

Unser Thema lautete: „Du bist einmalig!“ Und welche Geschichte passt besser dazu, als die von Punchinello. Wir haben die Kinder mit in das Reich der Wemmicks genommen und von ihrer tagesfüllenden Tätigkeit des Sterne- und Punkteverteilens erzählt. Danach haben wir uns alle aufgemacht und waren selbst auf der Jagd nach Sternen und Anerkennung. Mit kleinen Sportwettbewerben wie Weitsprung oder Wettrennen sind alle Kids gegeneinander angetreten. Für Diana als größte und stärkste unter den Kids gab es natürlich immer einen Stern, auch einige andere Kids haben sich viele Sterne verdient, wenn es für ein Kind einen Punkt gab, z.B. weil es beim Tore schießen nicht getroffen hat, war dieses gleich ganz geknickt. Und vor allem Punchinello hat immer alle schwarzen Punkte abbekommen. Schnell haben die Kids verstanden, dass er der Loser ist, einige haben angefangen Punchinello auszulachen, andere (eher Wenigere) hatten Mitleid mit ihm. So kam es das die Kids die Geschichte hautnah miterleben konnten. Danach haben wir alles noch einmal als ein Theater gespielt und alle haben mit großen Ohren zugehört.

Und sie haben verstanden! Am Ende des Stückes haben alle schnell ihre Sterne und auch Punkte abgenommen. Sie wollten nicht so sein wie die Wemmicks.

 

Für alle, die die Geschichte von Punchinello noch nicht kennen, hier könnt ihr euch das Video dazu anschauen.

Mo

29

Aug

2011

Ihr sucht einen Raum? Wie wär´s mit der Aula?

unser neues Logo
unser neues Logo

Seit zwei Wochen gibt es wieder unseren „English Coversation Club“ in der Universität von Quindío. Mit kleinen Anlaufschwierigkeiten - ein neuer Direktor im Bereich Moderne Sprachen und einigen E-Mails - konnten wir wieder starten. Allerdings gab es noch ein großes Problem. Der Bereich Moderne Sprachen in der Uni von Quindío ist einer der stärksten, das heißt auch viele Studenten aus dem Umkreis kommen hierher. Allerdings bietet das Gebäude nicht genügend Räume. Schon im letzten Semester haben wir manchmal mitten im Gespräch umziehen müssen. Dieses Semester gab es gar keinen Raum mehr für den Conversation Club. Der neue Direktor hat sich zwar sehr positiv über uns ausgesprochen (vor allem auch weil viele Studenten echt glücklich über die Runde sind), einen Raum konnte er uns allerdings nicht zur Verfügung stellen. Eine Mitarbeiterin der Uni, die auch teilnimmt, hat sich dann auf die Suche nach einem Raum gemacht und eine Lücke in der Bibliothek gefunden. Diesen Raum hat sie auch gleich reserviert.

die Aula der Bibliothek
die Aula der Bibliothek

Als wir allerdings am Montag im Eingangsbereich der Uni-Bibliothek standen, wusste erst einmal niemand etwas. Dann kam der Direktor der Bibliothek um sich um unser Anliegen zu kümmern. Er wusste nichts von unseren wöchentlichen Treffen, war jedoch sehr angetan. Der für uns reservierte Raum ist mit Computern ausgestattet, die wir in der Zeit unserer Treffen für die Studenten blockieren würden. Der Direktor war allerdings so begeistert und erfreut (da er gern ein paar Änderungen in der Bibliothek vornehmen möchte und das eine prima Gelegenheit ist), dass er uns kurzerhand die Aula angeboten hat.

Es ist der größte Raum der Bibliothek, der früher die Zeitungen beherbergt hat und nun kaum sinnvoll genutzt wird. Für uns ist der Raum zwar fast etwas zu groß, aber das macht ja nix! So können wir mehr neue Studenten einladen und auch neue Ideen mit Workshops durchführen. Nun steht uns der Raum jeden Montagvormittag, samt Beamer und Co. Zur Verfügung. Und nicht nur das in alle Werbeplakate für die Bibliothek wird der English Conversation Club auch gleich mit aufgenommen.

So

31

Jul

2011

Fußball-Weltmeisterschaft der unter 20 Jährigen in Kolumbien

Das hat man ja nicht alle Tage, dass einem eine Weltmeisterschaft im Fußball direkt vor die Füße fällt. Da haben wir natürlich die Chance genutzt um ein Spiel in unserer Stadt zu besuchen. Armenia ist eine von 8 Spielstätten. Im sogenannten Kaffeedreieck, wo sich auch Quindío befindet, haben die Organisatoren drei Städte ausgewählt. So haben wir vor drei Wochen uns Karten gekauft, für das Spiel Nigeria gegen Guatemala. Als wir dann am Tag des Spiels unsere Karten näher betrachtet haben, ist uns aufgefallen, dass wir Karten für die zwei aufeinander folgenden Spiele erworben hatten - für umgerechnet 13€ pro Person. So haben wir uns auf einen Fußballnachmittag mit zwei Freunden gefreut. Wer sich genauer für die WM Sub 20 interessiert kann dies auf dem folgenden Link verfolgen: http://www.fifa.com/u20worldcup/index.html

Kolumbien ist sehr stolz darauf, dass sie diese WM ausrichten können. Es ist der größte internationale Sportevent, was je in Kolumbien stattgefunden hat. Umso mehr sind alle Organisatoren darauf bedacht, dass es eine tolle WM wird. Seit Wochen ist in den Straßen und Bussen Werbung angebracht und man merkt wie Stolz die Kolumbianer darauf sind. Es zeigt natürlich auch “Seht her! Es hat sich einiges in unserem Land geändert, es gibt viel mehr wie unseren oft schlechten Ruf“. Und sie haben damit auch recht! Das Land ist sicherer geworden und es dreht sich nicht alles um die Drogen, wie ja viele denken. Nein! Es ist ein Land freundlicher Menschen und einer tollen Natur. Aber dennoch gibt es auch dies krassen Gegensätze, arm und reich, sicher und unsicher, freundlich und gewalttätig, toller Natur und armselige Lebensumstände und so könnte man fortfahren.

Leider geschehen hier Dinge, die man nicht immer versteht. Zum Beispiel haben die Organisatoren zweisprachige Freiwillige gesucht, um an wichtigen Plätzen, Stätten und anderen wichtigen Punkten den Besuchern Auskunft geben zu können. Diese Freiwillige bekommen lediglich das Fahrtgeld zu ihren Einsatzstellen, arbeiten dafür circa 7 Stunden am Tag, 3-4 Wochen lang und mussten eine Vorbereitungszeit durchlaufen. Auch einige Aufgaben verlaufen im Moment anders als vorher angekündigt oder mit den Freiwilligen abgesprochen.

Was wir etwas schade finden, ist das nur wenige die Möglichkeit bekommen, ein WM Spiel zu besuchen. Wir haben uns gefragt: Warum eigentlich? Und wenn man so im Gespräch mit den Leuten darüber kommt, sagen sie allzu oft das Gleiche: „Die Verantwortlichen werden schon Karten haben, aber diese geben sie nicht weiter zu denen die es eigentlich verdient hätten. Sie nehmen die Karten und geben diese zu ihren Freunden und Familien weiter und die Volontäre gehen leer aus. Oder ein Volontär erzählte uns, dass das Stadion in Armenia zu klein ist und jede Karte verkauft werden wird und nicht verschenkt werden kann/soll. Umso überraschter waren wir, als am Sonntag das halbe Stadion leer war…  

ein Feuerwerk zur Halbzeit Kroation-Saudi Arabien
ein Feuerwerk zur Halbzeit Kroation-Saudi Arabien

Weiter könnte man von den Hotelbuchungen für die Fußballmanschaften erzählen, die auch durch Vitamin-B vergeben wurden und nicht nach Richtig- und Wichtigkeit und einiges mehr…

Dennoch ist es für Kolumbien eine große und tolle Sache, die sub-20 Fußballmeisterschaft im Land zu haben. Und sicher werden danach viele Menschen von ihren positiven Erlebnissen berichten und das ist sehr wichtig für dieses Land.

Fr

29

Jul

2011

Neustart der Jugendgruppe Re-evolution

Am letzten Freitag war es soweit und wir haben nach der Ferienzeit neu zu unserer Jugendgruppe Re-evolution eingeladen. Diese Art von Jugendgruppe existiert seit nunmehr drei Jahren und es gibt sie in Circasia und Armenia. Dieses Projekt war auch das erste was im Zuge unserer Partnerschaft zwischen dem CVJM Thüringen und ACJ/YMCA Quindío unterstützt wurde. In Circasia ist es etwas leichter Jugendliche zu dieser Gruppe zu erreichen. Zum einen ist das CVJM Haus ganztägig geöffnet und die Jugendlichen können zu Fuß kommen, ohne Geld für den Bus ausgeben. In Armenia ist dies etwas komplizierter, die Jugendlichen müssen den Bus nehmen und dazu ist oft leider kein Geld vorhanden. Ebenso braucht man Beziehungen und Möglichkeiten um Jugendliche einzuladen.

Am Vormittag hatten wir die Möglichkeit an einer großen öffentlichen Schule Jugendliche einzuladen. So sind wir in zwei Teams durch die Schule gezogen und haben alle Schüler der 10 und 11 Klasse eingeladen. So haben wir in zwei Stunden 15 Klassen besucht und circa 500 Schüler erreicht. Am Ende kamen am Nachmittag 9 Schüler aus dieser Schule und insgesamt waren wir circa 20 Leute. Uns hat es sehr gefreut, dass Schüler kamen, da allzu oft niemand aufgetaucht ist.

Insgesamt ist es nicht leicht neue Jugendliche für die Gruppen zu gewinnen. Viele machen gerne nichts (bzw. verbringen sehr viel Zeit in Facebook ), haben kein Geld für den Bus oder die Eltern erlauben es Ihnen nicht und die Studenten haben oft einen vollen Stundenplan von früh bis spät oder müssen zusätzlich arbeiten. In der Jugendgruppe gibt es drei Elemente. Zuerst bieten wir Sport an (Volleyball, Fußball, Basketball,…), danach gibt es einen Input und Reflexion und am Ende haben sie die Möglichkeit einen von drei Workshops zu besuchen. Es gibt Gitarrenstunde, Gesangsunterricht und Deutschunterricht. Am ersten Freitag war der Großteil beim Deutschunterricht und es hat Ihnen sehr viel Spaß bereitet. So hoffen wir, dass die nächsten Wochen neue Jugendliche dazu stoßen und die Anderen wiederkommen.

 

Im Anhang noch ein paar Bilder um euch einen Eindruck zu geben.

Fr

01

Jul

2011

Todo en 1

das Logo
das Logo

„Alles in einem“ hieß die Aktion die von Freitag auf Samstag im ACJ/CVJM Armenia stattgefunden hat. Da hier im Moment Ferien sind, gibt einige außergewöhnliche Aktionen mit den Jugendlichen. Alles haben sich die Volontäre selbst ausgedacht und vorbereitet. Sei es eine Wanderung zum nächstgelegenen Fluss oder „Todo en 1.“ Als wir zusammensaßen und überlegt haben, was wir in den Ferien alles machen möchten, gab es viele Ideen. Am Ende sind all diese Ideen im Event „Todo en 1“ zusammengekommen.

alle, die dabei waren
alle, die dabei waren

Freitagnachmittag um 14:00 Uhr ging´s los. Ca. 15 Volontäre aus Circasia und 15 aus Armenia (davon auch einige neue Gesichter) waren mit von der Partie. Auf dem Programmplan standen alle CVJM Sportarten wie Volley- und Basketball, sowie Indiaca und Mikrofutbol…und Aerobic. ;-) Nach ausgiebigen Sport haben sich alle auf die Suche nach dem Schatz im Acker gemacht (in unserem Fall eine wilde Schatzsuche quer durch´s Gelände des ACJ Armenia). Gegen 19:00 Uhr, als alles schon stockdunkel war, wurde das Lagerfeuer entzündet und es wurde gesungen und alle haben geduldig gewartet, bis ihr Stockbrot fertig war. Doch das war noch nicht alles. Zurück im Haus ging´s weiter mit Aerobic und verschiedenen Spielen. Die Höhepunkte des Abends waren Karaoke und ein Kinofilm zum Schluss bis weit nach Mitternacht.

am Lagerfeuer
am Lagerfeuer

Gegen 2:00 Uhr hat sich jeder in die Zelte verkrochen, die wir extra für „Todo en 1“ aufgebaut hatten. Doch dann waren alle wieder wach und es waren noch lange Gespräche aus den Zelten zu hören. Samstagmorgen waren wir alle dementsprechend müde – aber glücklich.

 

Es war eine tolle Aktion, die bestimmt bald wiederholt werden wird.

 

Hier noch ein paar Fotos:

Mi

29

Jun

2011

Besuch von Gutschi und Arnulfo

Das vergangene Wochenende inklusive Montag und Dienstag haben uns Gutschi und Arnulfo aus Bogota besucht. Viele von euch kennen Gutschi, die im Moment als Volontär im CVJM Bogota mithilft. Weniger bekannt wird euch Arnulfo sein. Er arbeitet im gleichen CVJM-Projekt in Bogota und war auch beim Einsatz im März dabei. Schon lange hatten wir Gutschi eingeladen, aber nie hat es geklappt.

Jetzt war es endlich soweit. Mit dem Nachtbus (und statt der üblichen Fahrt von 7-8 Stunden haben die zwei 11 Stunden gebraucht) haben sich die beiden am Freitagabend auf den Weg gemacht. Deshalb war nach dem gemeinsamen Frühstück am Samstag erst einmal Ruhe angesagt.

Das Wochenende war gefüllt mit Tanzen, einem Besuch in Salento, vielen gemeinsamen Gesprächen, einem Abend mit den Volontären aus dem ACJ/CVJM, Shopping in der Innenstadt und einem Kindernachmittag in der Lulotheca in Armenia mit ca. 50 Kids.

Gestern Abend hieß es leider schon wieder Abschied nehmen und eine erneute Nachtfahrt mit dem Bus.

 

Hier ein paar Fotos der vergangenen Tage:

Mi

22

Jun

2011

Einbruch im ACJ/CVJM

In der Nacht vom Montag zum Dienstag wurde im ACJ eingebrochen. Das ist schon der zweite Einbruch dieses Jahr. Der erste war für die Täter erfolglos, da die Alarmanlage sofort losging. Beim jetzigen Einbruch hat allerdings die Alarmanliege nicht so ganz funktioniert oder in der Benachrichtigungskette (bei Alarm wird automatisch die Polizei und die Securityfirma benachrichtigt) ist etwas schief gelaufen. Bis jetzt weiß niemand wo der Fehler lag. Es fehlen 18 Stühle. Das klingt jetzt nicht nach so viel, aber wenn man den Wert der Stühle zusammenrechnet ist ein Schaden von ca. 150€ entstanden. Das ist für den ACJ/CVJM, der jeden Monat gerade so durchkommt und sogar bei Kleinausgaben wie Material (Papier, Luftballons,…) überlegen muss, eine ganze Menge Geld.

Di

21

Jun

2011

Kinderferienprogramm in La Mariella & Ludoteca in Armenia

Tobi erzählt die Geschichte vom verlorenen Schaf
Tobi erzählt die Geschichte vom verlorenen Schaf

Im Moment haben die Kids hier Ferien und auch die Universität hat ihr Semester beendet. Also haben wir uns für 3 Tage aufgemacht und in La Mariella, einer Nachbarschaft, die dem ACJ/CVJM Armenia am nächsten liegt, Kinderprogramm angeboten. Mit neun Volontären gab es so Spiele, Sport, Teamtraining, Rekreationen, Lieder und vieles mehr.

Die Kinder sind uns in den Tagen sehr ans Herz gewachsen. Tobi war immer in der Gruppe mit den 8-14 Jährigen und Diana bei den Kleinen von 3-7 Jahren dabei.

Teamspiele
Teamspiele

Schon am zweiten Tag haben die Kinder auf uns gewartet und kamen angerannt als sie uns gesehen haben. Nach den 3 Tagen haben wir beschlossen, dass wir jetzt regelmäßig nach La Mariella gehen und Kinderprogramme anbieten werden. Alle beteiligten Volontäre waren mit Begeisterung dabei. Nur leider sind wir hier in Armenia nicht viele und es braucht noch viele Volontäre um mehr regelmäßige Programme anbieten zu können. Aber wir glauben das wird noch wachsen.

in der Loduteca
in der Loduteca

In der zweiten Woche haben wir das gleiche Programm noch einmal in zwei Lodutecas in Armenia wiederholt. Die ersten zwei Tage haben wir die Lodutec, eine Kinderbibliothek mit Aktionen, Spass und Spiel, im Zentrums Armenia besucht. Hier kommen täglich ca. 50 Kinder von 4-14 Jahren, dazu zwei Betreuerinnen. Die Kids sind sehr unterschiedlich, einige haben eine Behinderung, viele haben Krankheiten, Ausschläge und riechen nicht so gut. Aber sie waren aufmerksamer als die Kinder in La Mariella. Als wir am zweiten Tag eintrafen, kamen alle Kids auf uns zugerannt und haben uns stürmisch umarmt. Der dritte Tag war hart, da wir kurz in der Loduteka vorbeifahren mussten, aber ja nicht bleiben konnten. Alle Kids kamen auf uns zugestürmt und wir mussten leider sagen, dass wir wieder gehen…

zweite Loduteca
zweite Loduteca

Die zweite Lodutec weiter im Süden von Armenia ist kleiner und am Rand eines kleinen Stadtviertels. Auch hier kommen täglich zwischen 40 und 50 Kindern, diesmal aber nur eine Sozialarbeiterin! Diese ist jedoch mit Herz und Seele dabei und es ist erstaunlich wie gut die Kinder auf sie hören. Auch hier hatten wir einen tollen Nachmittag mit den Kindern. Sogar ein Jugendlicher aus der ersten Ludotec kam vorbei und hat uns an diesem Tag geholfen.

Di

14

Jun

2011

Einmalige Geschäftsidee

er vermietet täglich 20 Waschmaschienen
er vermietet täglich 20 Waschmaschienen

Nach unserer Rückkehr nach Kolumbien ist es wie nach jeder anderen Reise, da muss man erst mal die Wäsche waschen, die sich angesammelt hat. Und was macht man da, wenn man keine Waschmaschine hat? Ihr würdet vielleicht in einen Waschsalon gehen oder mit der Hand waschen? Die Handwäsche haben wir hier schon perfektioniert, aber die einfallsreichen Kolumbianer haben eine bessere Idee.

Miete doch deine Waschmaschine!!!

Also haben wir uns zum ersten Mal eine Waschmaschine gemietet. Am Sonntagabend angerufen und pünktlich um 9 Uhr am Montagmorgen kam dann die Maschine auf dem Motorrad angefahren. Mindestausleihzeit sind fünf Stunden und eine Stunde kostet 1.000 Pesos, das sind insgesamt circa 2 € incl. Anfahrt, Anschließen und Abholen!!! Für uns ist das mit die ausgefallenste Geschäftsidee, die wir hier kennengelernt haben.

Generell gibt es hier viele Selbstständige, die es bei uns nicht mehr gibt, die von Haus zu Haus gehen und ihre Dienste anbieten oder Waren verkaufen um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, z.B. Obstverkäufer, Schuhputzer, Zahnbürsten und Rasierer werden zum Sonderpreis angeboten, Schrubber, Besen und Mazamorra (Mais mit Milch), einzelne Kaugummi, Bonbons oder Zigaretten und was auch typisch ist – ein Hausmädchen. Viele Familien haben hier ein Hausmädchen, das einmal oder mehrmals die Woche kommt. Viele Kinder werden von dem Hausmädchen tagsüber betreut, es wird gekocht, geputzt und gewaschen. Wir haben das nicht nur bei bessergestellten Familien sonder auch bei eher ärmeren erlebt. Der Verdienst liegt für einen Tag Arbeit!!! bei umgerechnet ca. 10,00 €. Bei uns wäre das gar nicht vorstellbar.

So

12

Jun

2011

Feier 167 Jahre CVJM/ ACJ & Diana´s Geburtstag

167 Jahre ACJ/CVJM
167 Jahre ACJ/CVJM

Als erstes Event nach unserer Rückkehr stand die Geburtstagfeier des ACJ/CVJM an. Schon am Donnerstag haben wir angefangen den ACJ zu putzen, streichen und zu dekorieren. Es wurden gut 60 Besucher erwartet und Berge von Hamburgern vorbereitet.

Um 18:00 Uhr ging es los mit einem Video zur Geschichte des CVJM. Viele neue Gesichter waren dabei. Danach folgte ein Theaterstück und Musik mit der Musikgruppe des ACJ „Son Mestizo.“ Es gab viel Zeit für Gespräche und zwischendurch wurde der Riesen-Hamburger verzehrt. Gegen 20:00 Uhr, dem eigentlichen Ende der Veranstaltung kamen noch mehr Gäste, z.B. unsere Gastmutter Marta und auch Volontäre aus dem ACJ Riseralda.

YMCA vor der Chiva
YMCA vor der Chiva

Das war irgendwie seltsam…

Plötzlich fingen alle an ein Geburtstagslied für Diana zu singen. Ihr wurden die Augen verbunden und sie wurde nach draußen geführt. Mit ertasten wurde dann das Geburtstagsgeschenk erraten: eine Chiva!!

In Windeseile war der ACJ leer und alle Geburtstagsgäste saßen oder standen in der Chiva. Dicht an dicht gedrängt und tanzend ging die Fahrt beginnend in Circasia über Montenegro, Quimbaje und Armenia. An den Hauptplätzen der jeweiligen Städte wurde angehalten, ausgestiegen und getanzt.

in Salento
in Salento

Bis kurz vor Mitternacht waren wir alle (gut 60 Personen!!!) unterwegs. Das war vielleicht eine tolle Überraschung!

 

 

Am nächsten Tag, Sonntag, dem eigentlichen Geburtstag waren wir beide dann gemeinsam und ganz in Ruhe unterwegs. Erst im Gottesdienst der Shalom und danach in Salento zu einem leckeren Mittagessen.

Mi

08

Jun

2011

Zurueck in Kolumbien

Nach fast 3 Wochen in Deutschland und den USA sind wir gestern wieder sicher in Armenia gelandet. Am Flughafen wurden wir schon von Nelson, Ana Maria und Erika erwartet. Das hat uns sehr gefreut, da wir damit gar nicht gerechnet hatten. Angekommen in unserem Haeuschen wurden wir von unseren Nachbarn willkommen geheissen. Die Umgebung, die Menschen - alles ist wie immer. Aber wir haben so viel erlebt in den letzten 3 1/2 Wochen, dass man meint alles muss sich veraendert haben. Unser kleines Haeuschen hat den vielen Regenschauern der letzten Wochen hier nicht ganz standgehalten und Marta musste einen kleinen See beseitigen, doch sonst ist alles gut.
Den restlichen Diensttag hatten wir Zeit zum ankommen und heute geht es wieder im CVJM los - fuer Tobi mit Re-evolution in Circasia und fuer Diana mit den Voluntaeren in Armenia. Wir sind gespannt, wie wir wieder in die Arbeit hineinfinden und auch was sich die letzten Wochen getan hat. Wir sind sehr dankbar fuer alles erleben durften und moechten uns auch noch einmal bei euch allen, die wir getroffen haben bedanken. Aber wir sind auch sehr froh wieder hier zu sein und freuen uns auf die kommende Zeit.

Di

31

Mai

2011

Deutschlandbesuch

Vom 11. Bis 31. Mai sind wir im schönen Deutschland.
Tobis Bruder wird heiraten und wir werden das schöne Erzgebirge, Thüringen (natürlich mit SILOAH) und viele Freunde besuchen. Und wir werden von unseren Erlebnissen in Quindío, Kolumbien berichten. Wir freuen uns schon den Einen oder Anderen zu treffen!

Mo

16

Mai

2011

Kolumbienbericht am 17.05.2011 in Cranzahl

Wir wollen euch alle ganz herzlich für Dienstagabend ins schöne Erzgebirge einladen. Dort werden wir um 20:00 Uhr im Pfarrhaus Cranzahl von unserem Freiwilligendienst in Kolumbien berichten. Mit Fotos, Zeugnissen, Videos und Erzählungen werden wir euch in unsere Arbeit mitnehmen und freuen uns euch wiederzusehen!

 

Eure Nestlers, Diana & Tobias

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Mo

16

Mai

2011

Flug und die ersten Tage wieder in Deutschland

mit Pipe aus Kolumbien bei einem Milchshake in Dresden
mit Pipe aus Kolumbien bei einem Milchshake in Dresden

Nach einem aufregenden und nicht ganz problemlosen Flug sind wir rechtzeitig zur Standesamtlichen Trauung in Dresden angekommen. Die ersten Tage waren gefüllt mit Hochzeitsvorbereitungen und dem Wiedersehen mit Tobis Familie. Sogar einen Nachbarsjungen aus unserer Straße in Kolumbien haben wir in Dresden getroffen und haben viel über die Unterschiede von Kolumbien zu Deutschland geredet. Und wir waren erstaunt, wie klein doch manchmal die Welt ist.

 

Am Samstag haben Ralf und Romy sich das Ja-Wort gegeben und wir haben getanzt und gefeiert. Es ist schön hier zu sein, auch wenn wir noch nicht so richtig Zeit zum Ankommen und Nachdenken hatten. Am Sonntag geht es ins schöne Erzgebirge, wo wir Zeit mit unseren Familien und Freunden haben werden. Und am Dienstagabend gibt es im Pfarrhaus Cranzahl einen Kolumbienbericht für alle, die etwas mehr über unsere Zeit in Quindío erfahren wollen.

Do

28

Apr

2011

Nicht mehr als zwei Koffer

Mit nicht mehr als zwei Koffern sind wir hier in Kolumbien vor gut fünf Monaten angekommen. Nachdem vor 4 Wochen eine Nachbarsfrau auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausgezogen ist, haben wir gefragt, ob wir einziehen können. Und obwohl das Haus einen Monat vorher leer stehen musste, da wir nicht von heut auf morgen umziehen konnten, hat der Vermieter zugesagt. Und nicht nur das, sogar das Haus wird komplett gestrichen, obwohl das hier ganz und gar nicht üblich ist.

So kommt es, dass wir kommenden Sonntag umziehen werden. Und es stimmt, wir haben nichts als unsere zwei Koffer hier. Doch im Moment merken wir, dass das nichts ausmacht. In den letzten Tagen wurden wir reich beschenkt und das bestätigt wieder einmal, dass wir hier am rechten Platz sind und wir versorgt werden.

Eine Volontärin aus dem ACJ/ CVJM und ihre Familie möchte uns gerne ein Bett ausleihen, gestern haben wir von einer anderen Volontären und ihrer Mutter Gardinen, Bettwäsche und eine Decke bekommen, die Mutter der Leiterin Ana Maria möchte uns Stühle und einen Tisch geben, Ana selbst gibt uns eine Couch. Und gerade eben waren unsere Nachbarn da und haben uns nagelneues Geschirr und eine Pfanne als Geschenk vorbei gebracht. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus und sind sehr dankbar!

Wir freuen uns schon sehr auf unser eigenes kleines Reich, da wir nun auch einmal Gäste oder Freunde aus dem ACJ/CVJM einladen können. Und wir sind froh, dass wir in der gleichen Nachbarschaft bleiben können. Marta und Maria José wohnen gleich gegenüber und wir werden sie noch oft sehen oder können auch schnell mal vorbei schauen. Und auch viele andere Nachbarn bleiben unsere Nachbarn.

Fr

22

Apr

2011

Karfreitag in Filandia

Besuch der Messe
Besuch der Messe

Am Freitagnachmittag haben wir uns mit Veronica, Oskar, Dietmar und Monika auf den Weg nach Filandia, der nördlichsten Stadt im Departamento Quindío aufgemacht. Da wir die zwei einzigen aus Armenia waren, haben wir uns von dort auf den fast schon abenteuerlichen Weg gemacht. Nachdem uns nach 40 Minuten, 700m von unserem Haus, noch immer kein Bus in Richtung Filandia mitgenommen hatte, sind wir erst mal in Richtung Circasia gefahren. Der Busfahrer hat uns allerdings gleich wieder empfohlen auszusteigen und weiter auf einen Bus zu warten, da die Chancen höher als in Circasia wären. Also sind wir am Kontrollpunkt wieder ausgestiegen und haben weiter gewartet...

Doch auch der nächste Bus nach Filandia fuhr regeros an uns vorbei! Als das der Busfahrer im Bus nach Pereira gesehen hat, hat er uns gleich aufgegabelt und bis an die Wegkreuzung nach Filandia mitgenommen. Dort hat uns dann endlich ein Bus mitgenommen (lustiger weise der gleiche, der uns am Kontrollpunkt ignoriert hatte und den wir in derweil überholt hatten...).

In Filandia angekommen, waren wir begeistert von dem kleinen Städtchen. Um 15:00 Uhr hat dort eine katholische Messe an das Gedenken von Jesu Sterben stattgefunden, die Menschen standen bis weit vor den Eingang. Danach sind wir gemeinsam mit den anderen zu einem kleinen Aussichtspunkt gegangen. Quindío ist eine traumhaft schöne Region!!

Als die anderen zurück nach Circasia sind, haben wir uns nach auf den Weg zum Mirador (dem Aussichtsturm in Filandia) gemacht. Dort haben wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang erlebt.

 

Hier ein paar Bilder vom verträumten Städtchen Filandia:

Do

21

Apr

2011

Was der CVJM Thüringen in Kolumbien erlebt

Vom 08. Bis 22. April besucht uns eine Gruppe aus unserem heimischen CVJM Thüringen, wie ihr auch im unteren Artikel und unserem letzten Rundbrief lesen konntet.

 

Damit alle Thüringer in dieser Zeit den Besuch etwas mit verfolgen können, gibt es immer mal wieder einen Bericht, geschrieben von Thomas und ein paar Bilder auf unserer Seite.

Mi

20

Apr

2011

Besuch der Regierung Quindío und Abschiedsabend

Frank und Nelson mit der Regierungsvertreterin für Tourismus
Frank und Nelson mit der Regierungsvertreterin für Tourismus

Vor unserem Rückflug nach Bogota hatten wir am Mittwoch die Möglichkeit eines Gesprächs mit dem persönlichen Referenten des Gouverneurs von Quindío. Er begrüßte uns im Namen des Gouverneurs, Frank stellte die Arbeit des CVJM Thüringen und die seit 2008 bestehende Partnerschaft mit dem ACJ-YMCA Quindío vor. Mit großem Interesse verfolgten die kolumbianischen Regierungsvertreter auch dem Bericht von Nelson und versicherten dem ACJ-YMCA ihre weitere Unterstützung zu.

Nach dem Gespräch gab es noch ein spontanes Treffen mit der für Tourismus zuständigen Regierungsvertreterin und ein Interview mit einem lokalen Fernsehsender. Dem dort geäußerten Wunsch nach Werbung für die Region in Deutschland werden wir gerne nachkommen!

Wettkämpfe Kolumbien gegen Deutschland
Wettkämpfe Kolumbien gegen Deutschland

Am Nachmittag war es dann soweit. Im ACJ-YMCA Circasia stand (leider schon) unsere Abschiedsveranstaltung auf dem Programm. Deutschland und Kolumbien wetteiferten bei verschiedenen Spielen um Punkte. Zur Belohnung gab es Ostereier (natürlich selbst gesucht!). Neben starker Musik der Gruppe „Son Mestizio“ und dem lang geprobten Theaterstück von Aschenputtel stand wieder unsere Gemeinschaft und der und verbindende Glauben im Vordergrund.

Wir waren begeistert von der Herzlichkeit und der Gastfreundschaft und konnten uns am Ende nur schwer von allen verabschieden. Es ist erstaunlich wie schnell eine herzliche Beziehung mit den Leuten hier in Quindío gewachsen ist.

Sa

16

Apr

2011

Ein Samstag mit Kindern

Samstagvormittag im ACJ-YMCA
Samstagvormittag im ACJ-YMCA

Der ganze Samstag drehte sich rund um die ganz Kleinen. Am Vormittag hat der CVJM Thüringen ein Programm für die Kids der Gruppen „Semilleros ACJ“ und „Reportaritos de Paz“ gestaltet. Ca. 25 Kinder waren mit Begeisterung bei bei den Spielen, Liedern und Rekreationen dabei. Auch als viele kleine Schafe in der Geschichte vom Guten Hirten haben sie am Ende das wiedergefundene Schaf Mandy herzlich begrüßt und gedrückt.

 

Weiter ging´s dann gleich nach dem Mittagessen im „Parque de las Mercedes“ gleich um die Ecke vom ACJ-YMCA. Viele Kids vom Vormittag, aber auch einige neue Gesichter haben sich vom ACJ einladen lassen und haben begeistert mitgespielt und gesungen.

 

Hier noch ein paar Bilder:

Fr

15

Apr

2011

Kennenlernen der Fundación Quindiana und "Intercambio Cultural"

Der Besuch des ACJ Armenia und der Fundación Quindiana stellte für uns einen Höhepunkt des bisherigen Kolumbienbesuches dar. Marta Maria, die Leiterin der Fundacíon Quindiana, stellte uns die verschiedenen Projekte und Werkstätten der in den letzten zwei Jahren entstandenen GRANFUNDACIÒN vor und wies auf die zurückliegende schwierige Umstellungsphase (Wegfall der Fördermittel für die Behindertenschule) und dem daraus neu entstandenem Netzwerk hin.

Alle Thüringer, die schon bei der ersten Begegnung 2009 dabei waren, waren sichtlich erstaunt und begeistert, was alles in so kurzer Zeit entstanden ist. Der ACJ/CVJM ist mit der Arbeit an den Jugendlichen im Centro Social im Netzwerk beteiligt.

Am Nachmittag stand alles unter dem Motto „Intercambio Cultural“ einem Event im ACJ Armenia mit Musik, Workshops, typischem Essen aus Kolumbien und Deutschland und einem Fußballspiel Deutschland gegen Kolumbien. Deutschland hat gewonnen! (Aber ehrlicher Weise müssen wir dazu sagen, dass 2 der 3 Deutschen Tore von Kolumbianern, die das Team gestärkt haben, geschossen wurden.) ;-) Dieses Event war ein tolles Erlebnis für beide Seiten. Es gab viel Zeit um sich in Englisch, Spanisch oder mit Hand und Fuß auszutauschen, es wurde viel gemeinsam gelacht, gesungen und getanzt.

 

Fazit des Tages: Wir sind EINE Gemeinschaft und wir können viel voneinander lernen!

Do

14

Apr

2011

Besuch der Bürgermeisterin in Armenia

bei der Bürgermeisterin in Armenia
bei der Bürgermeisterin in Armenia

Am Donnerstag erlebten wir im „Jardín Botánico“ (Botanische Garten) einen Dschungel mitten in der Stadt. Flora und Fauna Kolumbiens waren hier auf engstem Raum vereint, besonders die scheuen Kolibris und exotische Schmetterlinge konnten wir bestaunen.

 

Am Nachmittag stand nach einer Stadtbesichtigung ein offizieller Besuch bei der Bürgermeisterin von Armenia auf unserem Programm. Mit über 300.000 Einwohnern zählt die Hauptstadt des Departements Quindío zu den größten Städten der sogenannten „Eje Cafetero“, dem Kaffeedreieck Kolumbiens. Die Bürgermeisterin freute sich über unser Treffen, wir konnten ihr über die sozial engagierte Arbeit des CVJM, die Partnerschaft mit dem ACJ-YMCA Quindío und gemeinsame Aktivitäten berichten. Die Bürgermeisterin sagte dem ACJ Quindío ihre weitere Unterstützung zu und wünschte uns für unseren weiteren Aufenthalt in Kolumbien noch viele neue Eindrücke und den Ausbau unseren freundschaftlichen Kontakte.

 

Hier ein Link zur Internetseite des Bürgermeisteramtes mit einem Artikel zum Besuch: La Alcaldesa de Armenia, Ana María Arango de Londoño, se reunió con los representantes de la Asociación Alemana ACJ-YMCA

Mi

13

Apr

2011

Kaffeepark Reccuca & Kennenlernen ACJ Circasia

Mo

11

Apr

2011

Thüringer CVJM besichtigt Projekte für Straßenkinder in Bogota

Hier ein kleiner Text von Thomas und seinen Eindrücken am Montag in Bogota:

Die Busse sind klein, aber alle passen rein!
Die Busse sind klein, aber alle passen rein!

Nachdem wir uns nach der langen Reise zwei Tage im Camp Boccica erholt haben, besuchten wir am 11. April Projekte in Bogota.

Von den Mitarbeitern und Kindern herzlich empfangen, überzeugten wir uns vom Erfolg und der Notwendigkeit der Arbeit mit und für die Kinder. Die Situation der einkommensschwachen Familien in bestimmten Stadtteilen Bogotas hat uns tief beeindruckt und betroffen gemacht. Hoffnungsvoll hat uns gestimmt, dass der ACJ / YMCA in diesen Quartieren, gleich einer Insel, die Möglichkeit der Bildung und spielerischen Entwicklung der Kinder bietet. Alleinerziehenden Müttern wird Unterstützung, teilweise auch die Chance eines Minijobs geboten.

Vor unserem Weiterflug nach Armenia besuchten wir noch den ACJ / YMCA Bogota. Hier konnten wir uns mit Senora Gloria Hidalgo der Generalsekretärin noch einmal über unsere Eindrücke in Bogota unterhalten.

 

Und hier noch ein paar Bilder:

Sa

09

Apr

2011

CVJM Thüringen gut angekommen

Die Gruppe im Camp Boccica
Die Gruppe im Camp Boccica

Gestern Abend um 19:00 Uhr haben die 8 Besucher aus Thüringen das erste Mal kolumbianischen Boden betreten. Nach gut 1 ½ Stunden Einreise und Gepäckabholung konnten wir sie in Empfang nehmen. Mit Alveiro Valencia und Wolfgang wurden alle herzlich begrüßt.

 

Alle sind wohlauf und bis auf die Zeitumstellung fit. Allerdings ging die Reise gleich weiter bis in das CVJM/ACJ Camp Boccica, in welchem wir nun die ersten Tage bis Sonntag verbringen. Alveiro Valencia, der Generalsekretär des ACJ Gesamtverbandes, wird am Samstagnachmittag mit seiner Familie dazu stoßen und über den ACJ/CVJM Kolumbien berichten.

Sa

02

Apr

2011

What du you know about Germany? – Monat des Kindes

Deutschland ist...
Deutschland ist...

Heute Morgen hatten wir eine tolle Zeit in der Uni von Quindío mit ca. 18 Teens, einer Gruppe von Juan Pablo, unserem Spanischlehrer, der hier jede Woche Englischstunden gibt. Ca. 400 Kids von 5-16 Jahren kommen jede Woche in die Universität Quindío um ihr Englisch zu verbessern. Für alle Englischstudenten ist das die Chance erste Erfahrungen als Lehrer zu sammeln und sie bekommen sogar ein kleines Entgelt für ihren Dienst.

am Ende noch ein gemeinsames Foto
am Ende noch ein gemeinsames Foto

Juan Pablo hatte uns gefragt, ob wir seine Gruppe einmal besuchen wollen und ein bisschen von Deutschland berichten, sowie ein Spielchen machen können. So saßen wir heute Morgen im Kreis der anfangs schüchternen Teens. Diese sind aber nach und nach aufgetaut, waren sehr interessiert an Deutschland und haben auch bei unserem Quiz richtig gut mitgemacht. Am Ende wollten wir gar nicht mehr gehen. Einige der Kids haben uns gefragt, ob wir auch einmal ihre Schule besuchen wollen. So entstehen immer wieder neue Kontakte und offene Türen für den ACJ.

 

Danach ging es für uns gleich weiter nach Circasia. Dort findet den ganzen April der Monat des Kindes statt und jeden Samstag werden alle Kids auf den Hauptplatz eingeladen. Der ACJ/CVJM gestaltet dort auch einen Teil des Kinderprogramms. Nachdem es letzte Nacht flutenartig geregnet hat, war heute Morgen wieder traumhaftes sommerliches Wetter und hunderte von Kindern waren auf dem Plaza Bolivar. Neben Spielen, Wettbewerben und einem Eis für jedes Kind konnten die Kleinen ihr Talent im Singen und Tanzen unter Beweis stellen. Ein echt gelungener und wie immer ein bisschen chaotisch organisierter Vormittag.

Mo

28

Mär

2011

English Conversation Club

in einem ACJ Programm in Bogota
in einem ACJ Programm in Bogota

Nach nun echt langer Zeit kommt hier wieder etwas Aktuelles von unserem Leben in Kolumbien. Wir waren die letzten Wochen viel unterwegs, unter anderem auch mit einer tollen Gruppe aus Deutschland, Bogota und Quindío. Da es da aber viel Persönliches zu erzählen gibt, schreiben wir gerade an einem neuen Rundbrief, welcher euch bald ins Postfach flattern wird. Aber hier habt ihr schon mal ein paar Fotos zum anschauen. Wir haben Einsätze in Schulen, Nachbarschaften und natürlich in den Programmen des ACJ in Bogota und Quindío gemacht.

Hier schon mal ein kleiner Einblick:

heute im Conversation Club
heute im Conversation Club

Und sonst wollten wir euch gerne etwas mehr über unseren Auftrag hier in der Universität von Quindío berichten. Seit März sind wir jeden Montagvormittag in der Universität im Gebäude der „Modern Languages Students“ (Studiengang moderne Sprachen) anzutreffen. Dort leiten wir einen „English Conversation Club“ (eine Englischgesprächsgruppe) für alle Studenten, die Ihr Englisch trainieren wollen. Jede Woche nehmen ca. 10-15 Leute teil und die Sache macht echt Spass. Wir haben für jede Woche ein Thema, heute z.B. Food (Essen), und dann wird sich in Englisch ausgetauscht. Da einige auch schon in andere Länder gereist sind wird die Diskussion immer sehr international. Für uns und vor allem auch für den ACJ/CVJM ist dies eine sehr tolle Möglichkeit neue Leute kennenzulernen und den ACJ bekannt zu machen.

Fr

11

Feb

2011

Schulbesuche und Englischgesprächsgruppen

Vorstellen des Programmes
Vorstellen des Programmes

Die letzte Woche waren wir gemeinsam mit John Anderson in drei verschiedenen Schulen in Circasia unterwegs. Grund unserer Tour war ein Programm namens “Jovenes Embajadores”. Diese Programm wird von den USA finanziert und ermöglicht 14 Jugendlichen aus Kolumbien eine dreiwöchige Reise in die Staaten. Ziel ist es, einen Kulturaustausch zu bieten und Jugendlichen denen es geldmäßig niemals möglich wäre eine Erfahrung zu geben.

 

Natürlich gibt es auch einige Bedingungen um an diesem Programm teilzunehmen:

  1. Die Jugendlichen benötigen gute Noten in der Schule
  2. Sie dürfen nur auf eine öffentliche Schule gehen und noch nicht im Ausland gewesen sein (Eltern denen es möglich ist, schicken ihre Kinder auf Privatschulen)
  3. Sie müssen 15 bis 18 Jahre alt sein.
  4. Müssen sich als Volontär in einem sozialen Bereich angagieren.
  5. Und brauchen gute Englischkenntnisse um mindestens Unterhaltungen führen zu können.
Wir waren auf jeden Fall Exoten in den Schulen...
Wir waren auf jeden Fall Exoten in den Schulen...

Wenn die Jugendlichen die ersten 4 Anforderungen erfüllen, scheitert es allerdings bei den meisten an den Englischkenntnissen. Die öffentlichen Schulen unterrichten zwar Englisch (da es vorgeschrieben ist), aber leider nicht sehr gut. Im ersten Jahr lernt man noch am meisten, danach allerdings wird nur noch wiederholt und die Jugendlichen erreichen kein höheres Englisch-Level. Und auch an Praxis im Sprechen ist nicht zu denken.

An diesem Punkt knüpft der ACJ/ CVJM an und bietet kostenlose Englischgesprächsgruppen an. Eine dieser Gruppen leitet John Anderson, der letztes Jahr über dieses Programm in den Staaten war. Er ist ein sehr talentierter junger Mann, der sich zum Beispiel innerhalb eines Jahres Englisch selbst beigebracht hat mit Hilfe von Wörterbuch, Büchern und Internet. Seine Eltern verkaufen in der angrenzenden Straße vom ACJ/CVJM “Arepas” und sind Menschen mit wenig finanziellen Möglichkeiten. John Anderson leitet jetzt als Volontär eine Gesprächsgruppe im CVJM mit ca. 30 Leuten und eine andere in seiner Kirchgemeinde mit 40 Jugendlichen an. Er ist ein tolles Beispiel, wie er seine Erlebnisse und Erfahrungen mit anderen teilt.

am Nachmittag kamen ca. 80 interressierte Jugendliche in den ACJ
am Nachmittag kamen ca. 80 interressierte Jugendliche in den ACJ

Aber der ACJ/ CVJM bietet auch für den 4.Punkt (Engagement im sozialen Bereich) eine Möglichkeit. Dank der Besuche in den Schulen hat der ACJ in Circasia fast 15 neue Volontäre, die sich in den verschiedenen Gruppen engagieren. Neben dem Einsatz für andere und eine Menge neuer Menschenkenntnis haben die jungen Leute eine sinnvolle Beschäftigung. Viele Jugendliche haben um 13:00 Uhr Schulschluss und wissen oft nichts sinnvolles mit sich anzufangen.

Für uns war es ein kostbarer Einblick in den öffentlichen Schulalltag, der gezeichnet ist mit Klassenstärken von 35 bis 40 Personen, kein Geld für Lehr- und Schreibbücher. Es gibt zum Beispiel keine speziellen Fachklassenzimmer für Physik oder Chemie. Für die Lehrer ist es natürlich fast unmöglich, eine Klasse mit knapp 40 Schülern und fehlenden Lehrbüchern gut zu unterrichten. So wurde uns wieder einmal bewusst, dass es hier viele Dinge nicht gibt, die in Deutschland selbstverständlich sind, wie z.B. Ausleihen von Schulbüchern. In einer Schule haben wir sogar erlebt, dass ein Lehrer gleichzeitig zwei Schulklassen mit einer Klassenstärke von mehr als 40 Schülern zur gleichen Zeit hatte und er deshalb immer von einem in den anderen Klassenraum musste. Die Gegenseite der öffentlichen Schulen sind hier die Privatschulen. Die Eltern, die sich es leisten können, schicken ihre Kinder auf privat geführte Schulen. Dort sind die Klassenstärken geringer und die Lernbedingungen bedeutend verbessert. So gibt es schon seit dem Lernbeginn der Kinder eine spürbare Zweiklassengesellschaft. Wenn wir über die Teilnehmer und Freiwilligen des ACJ/CVJM’s nachdenken, so sind es eigentlich ausnahmslos Jugendliche, die öffentliche Schulen besuchen oder besucht haben.

So

30

Jan

2011

Spieleeinsatz in Mercedes del Norde

Der heutige Sonntag war eher ruhig und entspannend. Am Morgen waren wir im Gottesdienst und danach sind wir bei strahlendem Sonnenschein und ca. 30`C nach Hause gelaufen. Sonntag ist immer der Tag, an dem man mit der Familie und Freunden Skypen kann. Aber schon bald hat es uns in die Sonne zurückgezogen und wir haben Jonglieren und Devilstick (klingt nicht so toll…) geübt. Nach und nach kamen immer mehr Kids zum Zuschauen, also haben wir gefragt, ob sie es auch einmal probieren wollen. So waren wir den Nachmittag von Kids umgeben und waren erstaunt über ihren Elan und ihrer Geduld. Ein echt schöner Nachmittag mit vielen Kids ganz ungeplant in unsrem Stadtteil Mercedes del Norde.

Sa

29

Jan

2011

Buenavista

ein Blick auf Buenavista
ein Blick auf Buenavista

Samstagmittag waren wir bei Erika und ihrer Familie zum Essen eingeladen. Wir kennen Erika jetzt schon ein bisschen besser, da wir in den letzten zwei Monaten immer mal wieder etwas mit ihr und anderen Volontären des ACJ/CVJM unternommen haben. Und wir wissen – Erika ist absolut durchgeplant. So waren wir gestern nicht verwundert, als es nach dem Mittagessen gleich weiterging nach Buenavista, einem kleinen typisch kolumbianischen Städtchen. Samt Mutter, Großmutter, zwei Enkeln, Erika und uns beiden ging es dann mit einem Kleinwagen los. Während der Fahrt bekommt das Baby sein Fläschchen, wird gewickelt und zur Unterhaltung von einem zum anderen gereicht. Der andere Enkel (4 Jahre) steht hinten, hält sich an den beiden Vordersitzen fest und macht mächtig Spass mit uns. Für uns mal wieder ein Beispiel, dass in Kolumbien die Gewohnheiten noch etwas anders sind.

mit Erikas Mutter und den beiden Enkeln Thomas und Sarita
mit Erikas Mutter und den beiden Enkeln Thomas und Sarita

Das Städtchen Buenavista ist echt schön und noch frei vom Tourismus. Motoradtaxis bringen die Leute von A nach B und viele Einwohner treffen sich bei lauter kolumbianischer Musik auf dem Hauptplatz in der Stadtmitte. Am Rande des Städtchens hat man einen herrlichen Blick über Quindío. Im Moment wird an einer Seilbahn gebaut, die in Zukunft viele Touristen den Berg hinauf zum Wandern bringen soll. Mit dem Tourismus wird sich wohl auch die Stadt verändern…aber im Moment läuft das Leben hier noch normal.

Danach hat uns Erika noch zu ihrer Schwägerin gebracht, die im Portal (Einkaufszentrum) mit Freunden Karikaturen malt. Das Ergebnis sehr ihr auf dem Foto.

 

Und so haben wir wieder ein Stückchen von Quindío kennengelernt.

Di

25

Jan

2011

Tobi´s Geburtstag

Tobi mit Geburtstagskarte und neuer Sonnenbrille
Tobi mit Geburtstagskarte und neuer Sonnenbrille

Alle Jahre wieder …

Es war wieder soweit und ein Jahr auf der Lebensuhr ist dazu gekommen. So hatte ich nun meinen 28. Geburtstag in Kolumbien. Diana hatte mein Lieblingskuchen (Donauwelle) gebacken, etwas variiert mit Brombeeren, da sie keine Sauerkirschen in Kolumbien finden konnte. Diana kennt mich sehr gut und so hat sie mir auch noch zwei andere Dinge geschenkt, mit denen man mir die meiste Freude machen kann: eine spanische Bibel und ein kleines Werkzeugset. Am Dienstagvormittag hatten wir ein Gespräch mit dem kolumbianischen Generalsekretär, Alveiro Valencia, der gerade in Quindío war. Am Nachmittag sind wir noch zum CVJM gefahren und hatten ein Treffen mit den Volontären. Einmal wegen meinen Geburtstag und ebenso wegen Maria Elena (Mitarbeiterin des ACJ/CVJM), die für die nächsten drei Monate nach CALI zum ACJ/CVJM gegangen ist. Dort vertritt sie eine Kollegin, die gerade in Peru ist. Hier im CVJM-Verband von Südamerika hilft man sich gerne aus und bereichert sich dadurch gegenseitig mit Erfahrungen für die Mitarbeiter. So durfte ich mit allen einen schönen Tag verleben.

Tobi singt Karaoke
Tobi singt Karaoke

Aber was am Freitag noch kommen sollte, überraschte mich vollends. So hatten wir für Freitag um 18 Uhr noch einen Termin mit den Freiwilligen des ACJ`s. Ich dachte es wäre ein Auswertungstreffen für den deutschen Besuch vom letzten Wochenende. Aber es war eine Überraschungsgeburtstagsfeier für mich. Viele Leute vom ACJ/CVJM waren da und haben eine Geburtstagsfeier vorbereitet. Es wurde eine Musikanlage organisiert, die Räume geschmückt und leckeres Essen gekocht. Was ich auch nicht wusste war, dass Diana einige Freunde und unsere Familien gefragt hatte, ob sie sie eine kurze Videobotschaft senden könnten. So haben einige von euch ein Video gedreht und ich war ganz perplex. Danke an alle für die lieben Beiträge. Danach hatten wir viel Spaß bei verschiedenen Gruppenspielen, beim Tanzen und beim Karaoke singen. Es war eine sehr große Überraschung für mich und ich bin dankbar für alle Mühe und Vorbereitung, die so viele Menschen auf sich genommen haben. Es war ein wunderschönes Erlebnis was ich mit vielen Teilen durfte.
Danke dafür!!!!!!!

Sa

22

Jan

2011

Besuch CJD Deutschland

der Besuch im ACJ Armenia
der Besuch im ACJ Armenia

Die letzte Woche stand ganz im Vorzeichen des Besuches einer Gruppe des CJD Deutschlands (Christliches Jugenddorf Deutschland). So wurden die Tage genutzt, um sich mit allen Freiwilligen auf den Besuch vorzubereiten. Alte Stelzen wurden repariert und Neue dazu gebaut. Teile der Hausfassade bekamen neue Farbe und man hat überlegt, was man alles von der Arbeit zeigen möchte. Die Gruppen haben sich getroffen und jeder hat seinen Teil ausgearbeitet. Es wurden Musikstücke geprobt, ein Theaterstück einstudiert und wichtige Termine mit Behörden ausgemacht. So waren alle aufgeregt und haben sich auf den Besuch gefreut.

in Circasia - alle warten auf den Besuch
in Circasia - alle warten auf den Besuch

Am Freitagabend war es dann soweit Nelson (Regionalkoordinator), Alveiro(kolumbianischer Generalsekretär), Daniel Boteros Vater (wohnt normalerweise in Deutschland) und wir haben uns auf den Weg zum Flughafen gemacht, um die vierköpfige Delegation aus Deutschland zu begrüßen. Mit dabei war Andreas Dierssen, Leiter des Religionspädagogischen Bereichs des CJD, Thomas Kerksiek, der Studienleiter des eigenen Ausbildungsinstituts, Günther Schulz, Leiter dreier CJD Zentren und Daniel Botero, der Referent des CVJM Nationalverbandes für den südamerikanischen Arbeitsbereich. Nach der Begrüßung ging es dann für die Gruppe erst mal zu ihrem Hotel. Am nächsten Tag hieß es volles Programm für die Delegation. Um acht Uhr morgens gab es das erste Treffen im Gebäude der Regionalregierung mit den Sekretär des Sozialministers, der Universität, und anderen sozialen Einrichtungen der Region. So ein ausländischer Besuch ist immer eine große Chance für den ACJ/CVJM um Treffen mit der Regierung und anderen Institutionen zu arrangieren. Dies stärkt die zukünftige Arbeit und fördert zukünftige Prozesse.

die Begrüßung in Circasia
die Begrüßung in Circasia

Gesprächsinhalt war das im Jahr 2009 gestartete Ausbildungsprojekt für Jugendliche und Menschen mit Behinderung, das Ihnen Ausbildung und Beschäftigungsprozesse bietet. So wurden verschiedene Gruppen in den Bereichen Theater, Musik, Stelzen und Artistik ausgebildet. Diese werden sozial und fachlich unterstützt, dass sie durch ihre Ausbildung Auftritte durchführen und somit Geld verdienen können. Dies dient zum Einen den Jugendlichen und ebenso der finanziellen Unterstützung der lokalen CVJM-Arbeit. Ebenso wurde in Zusammenarbeit mit einer anderen sozialen Einrichtung, eine Gruppe von verhaltensauffälligen Jugendlichen im sozialen Bereich begleitet, um diese in den Arbeitsprozess wieder einzugliedern. So gibt es gute erste Ergebnisse und Gruppen in diesem Prozess und dies gilt nun zu stärken und zu verbessern. So ist es der Traum ein Projekt zu entwickeln, was Jugendliche und behinderte Menschen in die finanzielle Unabhängigkeit führt. Was sich schon in den ersten Treffen gezeigt hat ist, dass es viele verschiedene Parteien braucht um diese Aufgabe umzusetzen. Die Politik, die verschiedenen Institutionen mit ihren speziellen Gaben und ein gemeinsames Zusammenarbeiten. Jeder muss seine Stärken einbringen, um schlussendlich den Menschen damit zu dienen. So wie bei dem Gleichnis von Jesus vom Leib Jesu Christi. Wenn jeder seine Gaben, die er von Gott bekommen hat zum Wohl der Menschen einsetzt, so kann etwas Gutes daraus wachsen. Dies hoffen und wünschen wir uns für dieses Projekt, dass es zum Wohl und Erbauung der Menschen dient.

Nach diesen ganzen Treffen durfte die Delegation sehen und erleben, was im ACJ/CVJM alles gemacht wird. In Circasia warteten bereits alle Freiwilligen auf ihren Auftritt. Es gab ein Theaterstück zum Thema Drogen und viel Stelzenartistik. Es wurde Feuer gespuckt, getanzt und Akrobatik vorgeführt. Danach gab es Musikbeiträge und die Gruppe Re-Evolution hat zum Thema geistliche Leiterschaft einen Programmpunkt gestaltet. Am Ende wurde zusammen gebetet und es gab noch eine Austauschrunde mit den Jugendlichen des ACJ.

Am Sonntag ging es zum Abschluss nach einem letzten internen Treffen nach Salento, um die Gegend zu erkunden. Wir sind dankbar, dass wir diesen Tag noch mit der Gruppe erleben durften und haben die Zeit genossen, da wir außer Thomas schon alle in Hong Kong kennen lernen durften. Am Ende sind wir noch mit zum Flughafen gefahren, wo als Überraschung 6 Leute vom ACJ/CVJM die Gruppe verabschiedet haben. So haben wir wieder einmal erlebt, dass der CVJM eine große Familie ist, die sich in Christus verbunden wissen darf.

So

16

Jan

2011

Gottesdienst

Am Sonntag waren wir im Gottesdienst in der SCHALOM Gemeinde in Armenia. Diese ist die größte Gemeinde in der Stadt und hat circa 1.000 Mitglieder. Wir haben nach einer Gemeinde gesucht, doch diese hat uns eher gefunden. Unser Nachbar und seine Frau haben uns im Dezember das erste Mal eingeladen und seitdem sind wir wenn möglich jeden Sonntag dabei. Das schönste Weihnachtskonzert haben wir im Dezember dort erlebt. Sogar eine Strophe „Stille Nacht“ in Deutsch wurde von der Frau des Pastors gesungen. Wie sich herausgestellt hat gehen viele Leute aus unserer Nachbarschaft in die SCHALOM und so gibt es des Öfteren eine Mitfahrgelegenheit oder man trifft sich hin und wieder auf der Straße und hält einen Schwatz. Drei Häuser weiter wohnt in einer Gastfamilie eine junge Austauschschülerin aus Deutschland, die über den Lionsclub ein Austauschjahr macht. So wächst unser Bekanntenkreis und wir haben oft die Gelegenheit über unsere Arbeit und was wir hier tun zu berichten.

Sa

15

Jan

2011

Salento

So schön ist Quindío! Tobi, Erika und Veronica
So schön ist Quindío! Tobi, Erika und Veronica

Am Samstagabend sind wir dann noch mit vier Leuten vom ACJ/CVJM nach Salento gefahren. Salento ist eines der wichtigsten und schönsten touristischen Ziele in Quindío. Hier fallen wir zwischen den vielen, zumeist ausländischen Besuchern auch nicht ganz so auf. Wir hatten einen echt lustigen Abend und freuen uns sehr über die mehr und mehr entstehenden Freundschaften.

Fr

14

Jan

2011

Pläne, Pläne und nochmals Pläne

Ana Maria, Maria Elena und Nathalia
Ana Maria, Maria Elena und Nathalia

In den letzten Tagen hieß es für uns mitwirken an der Jahresplanung, welche uns in der nächsten Zeit auch immer wieder begleiten wird. So saßen wir mit Ana Maria und Maria Elena zusammen und haben über den diesjährigen CVJM-Plan nachgedacht. Für uns ist es zwar etwas schwerer alles gut zu verstehen, aber wir sind Gott dankbar, dass wir die Punkte recht gut verstanden haben. Wir schätzen es wert, dass unsere Ideen und Vorschläge mit in dem ganzen Prozess einfließen und sind beeindruckt über die Art und Weise, wie die Mitarbeiter an die Arbeit rangehen. So erarbeiten sie Strukturen und langfristige Ziele, die es für die ehrenamtlichen Jugendlichen leichter machen sich einzugliedern. Zum Beispiel gibt es einen kolumbienweiten Trainingsplan für alle Freiwilligen des ACJ mit verschiedenen Lernstufen und dazu empfohlene Aufgaben. Es wird über die Wege und Möglichkeiten nachgedacht die Bewegung zu stärken und die Arbeit langfristig finanziell zu tragen. Vor allem merkt man, dass bei aller Arbeit und allen Plänen die persönliche Entwicklung des Freiwilligen im Auge behalten wird. Demnächst werden wir mit Edwin Clay, dem Verantwortlichen der Gruppe „Re-Evolution“ einen detaillierten Plan entwickeln, in welchem erläutert wird was wir mit der Gruppe im nächsten Jahr tun und erreichen möchten. Insgesamt sollen und wollen wir uns im geistlichen Bereich einbringen. Wir wissen, dass es gerade bei diesem Part wichtig ist, die Sprache gut zu können. So lernen wir fleißig weiter und sind dankbar für die Fortschritte, die wir schon machen konnten. Diese Woche geht es auch mit dem Spanischunterricht weiter. Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit und den Einsatz von Juan Pablo.

Do

13

Jan

2011

Grüße aus der Heimat

Post aus der Heimat
Post aus der Heimat

In den letzten paar Wochen haben uns per Mail oder Skype immer wieder Leute gefragt, ob Post aus Deutschland angekommen ist. Doch leider ist bis fast Mitte Januar noch kein Brief hier gelandet. Laut Marta kommen die Weihnachtskarten hier immer erst im Februar oder noch später an. Also haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die versendeten Briefe noch ankommen.

Und heute war es endlich soweit: ganze zwei Briefe lagen unter der Tür! Ein dicker Brief aus SILOAH mit Grüßen von allen Leuten und Strohsternen, die wir dann einfach nächstes Jahr an den Weihnachtsbaum hängen. Und auch an Johanna vielen lieben Dank. Wir würden euch auch gerne schreiben, allerdings sind die Postpreise hier unbezahlbar und wir beschränken uns deshalb lieber auf Skype und E-Mail. Ein anderes tolles Ereignis heute war das Skypetelefonat mit dem internationalen Arbeitskreis im CVJM Thüringen. So schön all die Leute vor dem PC sitzen zu sehen und zu reden. Auch für die Leute hier in Quindío ein tolles Ereignis, da viele aus Thüringen vom letzten Besuch hier bekannt sind.

So

09

Jan

2011

Medellín

Medellín
Medellín

Da wir die erste Januarwoche frei hatten, wollten wir zum ersten Mal etwas weiter weg aus Armenia. Allerdings auch nicht zu weit und alleine, da wir uns mit der Sprache noch nicht sicher genug fühlen. Im Sommer 2010 waren wir als Vertreter des CVJM Thüringen in Hong Kong zur Weltratstagung des CVJM. Dort haben wir viele neue Leute aus der weltweiten CVJM-Familie kennengelernt. Unter anderem auch 3 Personen aus Medellín in Kolumbien. Wir haben mit ihnen die erste Runde in Hong Kong gedreht und auch immer wieder während der Tagung etwas Zeit miteinander verbracht. Bei der Verabschiedung haben sie uns herzlich in ihre Stadt Medellin eingeladen.

angekommen im Appartment von Cesar
angekommen im Appartment von Cesar

Und so kam es, das wir die letzte Woche vom 03.-09. Januar in Medellin verbracht haben. Mit dem Bus und Ana Maria und ihrer Familie ging es am frühen Morgen, ganze 7 Stunden die Berge auf und ab, bis nach Medellin der Departatamentos Antioquia. Dort wurden wir schon von Cesar Dario, dem Ehemaligen CVJM/ ACJ Präsidenten von Kolumbien empfangen. Und dann kam die erste Überraschung: Für eine ganze Woche durften wir in seinem Appartment im Zentrum der Stadt wohnen. Er selbst wohnt bei seiner Familie, ca. 15 Minuten entfernt. Wir hatten also dieses tolle, international eingerichtet Apartment eine Woche ganz für uns. Danach kam die zweite Überraschung. Wir hatten für die Woche nicht wirklich was geplant und wollten einfach mit dem Reiseführer losziehen, die Stadt entdecken und haben gehofft auch die zwei anderen von Hong Kong wieder zu sehen. Cesar hatte aber schon alles für uns geplant. Alle Tagen waren mit Ausflügen, Museen und Besuchen gefüllt. So war diese letzte Woche in Medellin eine erlebnissereiche und echt tolle Zeit. Von der Gastfreundschaft der Menschen hier sind wir immer wieder begeistert und lernen viel Neues. Wenn man jemanden kennt, kennt dieser wiederum jemanden in einer anderen Stadt oder Region und man wird herzlich auf einen Besuch eingeladen.

Plaza Botero
Plaza Botero

Medellín ist die zweitgrößte Stadt Kolumbiens, deren Gewalt- und Mordrate vor 10 bis 15 Jahren noch zur höchsten der Welt zählte. Mit dem Tod von Pablo Escobar, dem Kopf des Kartells der Stadt 1993 begann eine neue Zeit für die Metropole. In den letzten Jahren ist Medellín zu neuem Leben erwacht und hat sich zu einer mehr und mehr positiven, internationalen Stadt mit Flair entwickelt. Natürlich noch immer mit den Problemen einer Großstadt, wir eine große Schere von Arm und Reich, Gewalt und auch noch immer Drogen, jedoch in einem viel niedrigeren Maß als in der Vergangenheit.

die einzige Stadt mit Metro in Kolumbien
die einzige Stadt mit Metro in Kolumbien

Tag für Tag haben wir hier mehr von der Stadt entdeckt. Die Zeit um Weihnachten und Neujahr locken viele Gäste in die Stadt, da es unzählig viele Lichter zu sehen gibt. Jeder Platz ist erleuchtet, die Straßen sind teilweise bei Nacht gesperrt damit man durch die beleuchteten Bögen laufen kann. An den Abenden waren wir auf dem Nutibara-Hügel mit dem Pueblito Paisa, einem Nachbau eines typischen Stadtplatzes in Antioqia, dem Río der ein reiner Lichterfluss ist mit einem danebenliegenden Markt speziell für die Weihnachtszeit und in vielen verschiedenen erleuchteten Stadtteilen. Die Tage waren gefüllt mit dem Museo de Antioquia und den Gemälden und Statuen von Fernando Botero, dem Jardín Botánico, mit der Metro Cable zum Arvi Park ins Naturschutzgebiet, dem Museo El Castillo einem europäisch eingerichtetem Schlösschen,… Wie haben viele Familienmitglieder von Cesar kennengelernt und an einem Nachmittag auf der Finka seiner Schwester in Copacabana die Sonne genossen und Tobi war auf einem der 12 tollen Pferde reiten.

El Peñol
El Peñol

Wir haben echt viel gesehen und Dank unseren Begleitern auch viel Einheimisches erfahren. Einer der schönsten Ausflüge ging in den Südosten von Medellin nach Guatapé und El Peñol. El Peñol ist ein ca. 200m hoher Granit mitten in der Landschaft, umgeben von Gewässern und kleinen Insellandschaften. Nachdem wir die 644 Betonstufen erklommen hatten, konnten wir einen traumhaften Ausblick genießen. Danach sind wir weiter nach Guatapé, einer kleinen Stadt mit Stausee, vielen bunten Hausern. Wir dachten wir sind in Italien am Gardasee! Nach dem Mittagessen direkt am Wasser, sind wir 1 ½ Stunden mit einem Schiff und viel Musik über den See gefahren. Wahrscheinlich kann man sich das jetzt bei Schnee und Kälte in Deutschland nicht so recht vorstellen…

Comuna 13 -San Javier
Comuna 13 -San Javier

Besonders hat uns gefreut, dass wir den ACJ/ CVJM Medellin kennenlernen durften – Cesar, Luis Carlos und Gloria haben echt an alles gedacht. Wir waren einen Nachmittag auf dem Campgelände des ACJ, ca. 1 1/2h von Medellin entfernt, eine Finka mit ökologischem Garten für Kinder und Jugendliche. Das Stadthaus des ACJ befindet sich in der „Comuna 13“ – „San Javier“, einem noch immer nicht friedlichen Stadtteil in Medellin. Im unteren Teil stehen viele Militärleute, schwer bewaffnet, die Gassen sind eng und die Häuser einfach. Auch hier hat sich in den letzten Jahren einiges verbessert und doch kämpfen die Menschen ums Überleben und es gibt viele Jugendbanden. Der ACJ hat Programme mit denen er zum Beispiel junge Leute auf die Uniaufnahmeprüfung vorbereitet. So sind im Moment die ersten Jugendlichen, die sich nie hätten vorstellen können auf die Uni zu gehen, mitten im Studium.

auf dem ACJ Gebäude mit Alexandra der Direktorin
auf dem ACJ Gebäude mit Alexandra der Direktorin

Wir haben wirklich gemerkt, wie der ACJ hier Leben verändert und wie wichtig die Arbeit ist! Wir sind mit einigen Volontären durch die Comuna 13 gelaufen und trotz ihrem Beisein haben wir uns sehr unwohl und mulmig gefühlt, aber wir durften auch sehen, wie die Kinder und Jugendlichen auf uns zugestürmt sind und mit uns reden wollten, wie alle den ACJ-Volontären zu gewunken haben und sie begrüßt haben. Dank dem ACJ wird hier in der Comuna eine Veränderung möglich.

auf dem Peñol
auf dem Peñol

Es würde noch viel mehr zu berichten geben, aber langsam ist es echt viel Text und ihr gebt bestimmt bald auf mit lesen. Deshalb hier ein Punkt. Die Woche in Medellín war unvergesslich und durften wieder einmal mehr einen Teil der großen CVJM-Familie kennenlernen.

 

 

Hier noch ein paar Fotos von der Yeit in Medellín:

Do

30

Dez

2010

Zu Gast bei Nelson

Vom 29.12.-01.01. sind wir zu Gast bei Nelson und seiner Famile. Sie wohnen in Pereira, der Hauptstadt des Departamentos Riseralda (ca. 1h von Armenia). Da im ACJ/ CVJM im Moment Ferien sind haben wir auch frei und wir freuen uns sehr, ueber die vielen Einladungen von Freunden hier. So sind wir mit dem Bus in Richtung Pereira gefahren und seit gestern Abend hier zu Gast. Gleich nach unserer Ankunft gab es Abendessen und "Vamos a la Santa Rosa." Wir hatten natuerlich mal wieder keine Ahnung was das genau bedeutet, aber bepackt mit unseren Badesachen sassen wir 10 Minuten spaeter im Auto. Gegen 20:00 Uhr sind wir nach gut einer Stunde Fahrt, Berge hoch und Berge runter, am Ende 7km ohne richtige Strasse, in Santa Rosa angekommen. Dort erwarteten uns Wasserfaelle und Termalquellen mit heissem und kaltem Wasser. Mehrere hundert Menschen tummelten sich schon in vier groessen Termalbecken.

Ein echt schoener und entspannter Abend. Vor allem konnten wir uns so auch gleich gut mit Alexandro, dem kleinen Sohn von Nelson und Maria anfreunden.

Danach gab´s dann noch typische Santa Rosa "Chorizo." Echt leckere Wuerste, aehnlich wie die gute deutsche Bratwurst!

Fr

24

Dez

2010

Feliz Navidad!!!

das Puppenspiel in den Novenas
das Puppenspiel in den Novenas

So schnell vergeht die Zeit! Und jetzt haben wir Weihnachten. Heute am 24.12. fanden im ACJ/CVJM das letzte Mal die Novenas statt. Doch nicht wie jeden Tag, heute gab es ein besonderes Puppenspiel, tolle Lieder und Geschenke für alle Kids, die jeden Tag mit dabei waren.

Um 13:00 Uhr haben wir uns getroffen um alles vorzubereiten und den Ablauf zu besprechen. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten wurden geschaffen und ein Raum freigeräumt indem es dann die Geschenke und einen Snack gibt. Ab 13:30 Uhr laufen drei Jungs aus der Zancosgruppe auf Stelzen vor dem Haus des ACJ und begrüßen die Kinder und ihre Familien. Als um 14:00 Uhr alle, ca. 130 Besucher, ins Haus kommen wird es warm und eng. Dennoch sind alle friedlich und geduldig.

Zuerst wurden die normalen Novenas wie jeden Tag abgehalten und danach wurde Theater gespielt. Für alle Kids wirklich etwas Besonderes und alle haben gespannt und erstaunlich ruhig zugehört. In dem Stück ging es um Weihnachten, Nächstenliebe und unser Herz und wir hoffen, das so einige Samen in die Herzen der Familien ausgestreut wurden. Am Ende wartete eine endlos lange Schlange von Kindern auf ihre Geschenke, die ein Radiosender aus Armenia für alle Kids gesponsert hat. Auf den Fotos seht ihr ein paar Eindrücke von diesem Nachmittag. Für alle Volontäre hieß es danach noch aufräumen und den ACJ für das neue Jahr 2011 fertig machen. Gegen 17:00 Uhr haben wir uns alle voneinander verabschiedet und ein gesegnetes Weihnachtsfest gewünscht. Ach ja, und wir haben von allen aus dem ACJ ein kleines Weihnachtsgeschenk bekommen, einen Kalender für das kommende Jahr. Wir sind gespannt, wie schnell er sich mit Terminen füllt…

 

Hier die Bilder vom Nachmittag:

Heilig Abend

Der Hauptgang um 24:00 Uhr
Der Hauptgang um 24:00 Uhr

Gleich nach den Novenas ging es weiter mit Marta und Maria José zum Haus der Oma und Tante. Dort hat sich die ganze Familie getroffen und hat gemeinsam Weihnachten gefeiert. Allerdings hatten wir keine Ahnung was uns erwartet! Weihnachten in Kolumbien ist wirklich ganz anders als in Deutschland. Das kleine Haus wurde etwas umgeräumt, so dass überhaupt so viele Leute hineinpassen konnten. Dann wurde als erstes „Natilla“ gekocht, zusammen mit „Buñuelos“ ein typisches Weihnachtsgericht. Als Buñuelos an der Reihe waren hat sich Diana in die Küche geschlichen und mitgeholfen um zu lernen wie man die leckeren Teile macht. Jetzt brauchen wir nur noch das Rezept ;-) Nach dem ersten Snack haben wir zusammen die Novenas gehalten, danach hat die Oma ein Lied mit Hüftschwung zum Besten gegeben. So ging es weiter den ganzen Abend. Ein Wechsel aus Tanzen, Reden und Essen. Hin und wieder wurden wir auch unter Jubel zum Tanzen in die Mitte gezogen. Um 24:00 Uhr gab es dann den Hauptgang – einen dicken Schweineschenkel mit Brötchen und einer Art Götterspeise. Danach wurde weiter getanzt und gesungen. Hin und wieder hat sich der eine oder andere ins Bett gelegt und ein halbes Stündchen geschlafen. Gegen 2:00 Uhr sind dann allmählich alle nach Hause – recht früh haben wir dann erfahren. Viele Familien feiern normalerweise bis gut 5:00 Uhr oder 6:00 Uhr in den Morgen. Wir waren allerdings doch ganz schön k.o. vom Tag und 2:00 Uhr war gut so. Wir sind wirklich dankbar für den schönen Abend und die herzliche Aufnahme in die Familie von Marta. Den Abend werden wir bestimmt nicht mehr vergessen.

 

Bilder und ein Video vom Abend:

Do

23

Dez

2010

Plätzchen backen

Die fertigen Plätzchen - man weiß nie was drinsteckt!
Die fertigen Plätzchen - man weiß nie was drinsteckt!

Was wäre Weihnachten ohne Plätzchen?! In Deutschland oder Kolumbien – Plätzchen müssen sein! Also haben wir uns aufgemacht und Zutaten für Plätzchen gesammelt. Allerdings stellte sich das als gar nicht so einfach heraus. Vanillezucker? Backpulver? Streusel oder Schokokuvertüre?? Man muss schon 3x durch die Regale laufen um vielleicht Glück zu haben. Das Backpulver stellt sich nach dem Kauf als Hefe raus, die Schokokuvertüre ist schon seit September abgelaufen und die Butter ist mit Salz. Also auf zum nächsten Versuch… Am Ende haben wir uns für das einfachste Rezept entschieden. Nur Butter, Zucker, Mehl und ein Ei – gerade als Diana die Butter hinzugeben wollte haben wir gemerkt: „Mist wieder eine mit Salz!“ Also am 23.12. abends um 21:00 Uhr noch schnell um die Ecke in einen kleinen Laden, Marta, unsere Gastmutter im Schlepptau, so dass wir diesmal wirklich die richtige Butter bekommen. Die Verkäuferin verspricht uns: „Diese Butter nehmen alle zum backen und sie ist ohne Salz.“ Also nächster Backversuch. Alle Zutaten mit der Hand geknetet und kurz probiert…und siehe da ein leckerer Salzteig!!! Denn auch diese Butter war mit Salz. Da aber nun einmal angerührt wird die Sache auch zu Ende gebracht. Formen werden ausgestochen und ab in den Ofen (der uns beim Öffnen immer wieder entgegen gerutscht kommt), danach mit Schokolade und Streusel verziert. Lecker sehen sie ja aus die Plätzchen, wenn nur nicht dieser leicht andere, etwas salzige Geschmack wäre. Marta und Maria José schmecken sie allerdings sehr gut. Wir fragen uns nur, wo die Bäcker Butter herbekommen, denn die Kuchen hier schmecken nicht salzig…

Do

16

Dez

2010

Novenas – 9 Tage vor Weinachten

Heute haben die Novenas begonnen, ein Zeitraum von 9 Tagen bis Heiligabend an denen man sich auf Weihnachten vorbereitet. Man trifft sich am Abend in den Familien, in größeren Einrichtungen, Polizeistationen und anderen öffentlichen Orten. Es wird gesungen, gebetet und die Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Ein Ablauf der täglich bis Weihnachten wiederholt wird.

So auch im ACJ Circasia. Allerdings treffen wir uns hier täglich schon um 15:00 Uhr, da die Novenas hier für die Kinder sein sollen. Schon am ersten Tag stand 10-15 Minuten vor 15:00 Uhr eine lange Schlange von Kindern und Müttern vor dem Eingang des ACJ. Als dann pünktlich die Türen geöffnet wurden, stürmten alle ins Haus und auf die Stühle. Insgesamt drängten sich ca. 60 Personen in den ACJ und das am ersten Tag. Einschreiben und dabei sein kann man noch bis zum dritten Tag der Novenas. Wir haben gemeinsam Weihnachtslieder gesungen und gebetet. Leider war der Geräuschpegel ziemlich hoch, so dass man manchmal nicht alles Gesagte verstehen konnte. Am Ende jeden Tages bekommen die Kinder ein Bonbon, am Ende der Novenas erhält dann jedes Kind ein kleines Geschenk.

Cumpleaños – Geburtstag von Marta

der Kampf um die Bratkartoffeln ;-)
der Kampf um die Bratkartoffeln ;-)

Außerdem haben wir heute den 46. Geburtstag von Marta unserer Gastmutter gefeiert. Vor zwei Tagen hat sie uns gefragt, ob wir ihr nicht diesen tollen “Papas Alemanes” machen können. Mit "Papa Alemanes" meint sie Bratkartoffeln, die wir letzte Woche zum Abendbrot hatten. Die haben ihr richtig gut geschmeckt und sie hat sie “Papas Alemames getauft. Natürlich haben wir gern zugesagt ihr welche zu machen. Am nächsten Tag haben wir dann erfahren, dass 40 Gäste kommen und die Bratkartoffeln für alle sein sollen. Das hat uns leicht vom Hocker gehauen. Also haben wir gleich angefangen Kartoffeln in großen Mengen zu kochen und zu schälen, so dass wir heute "nur" noch alle anbraten mussten. Als die Gäste kamen waren fast alle Bratkartoffeln fertig und das ganze Haus und wir zwei haben danach gerochen. Doch es war ein voller Erfolg. Jetzt ist Martas ganze Verwandtschaft begeistert von den “Papas Alemanes!” Der Geburtstag an sich war auch ein Erlebnis für uns. Gemeinsam haben wir Novenas gehalten, Fotos vor der Geburtstagstorte in jeder Position und mit allen möglichen Menschenkombinationen geschossen und hatten sehr viel Spaß. Vor allem das Auspacken der Geschenke war eine kleine Zeremonie. Ein besonderes Geschenk war ein Regenschirm. Doch nicht irgendeiner, sondern der der Oma und Tante. Man muss dazu wissen, dass die beiden bei jedem Besuch im Haus von einem der Verwanden etwas mitgehen lassen. Ihrer Meinung nach alles Dinge, die nicht gebraucht werden und vielleicht schlecht werden könnten, z.B. Möhren, Gurken,... oder auch mal Shampoo und Co. Von allen wird das immer mit viel Humor bei allen Feiern erzählt. Bei dem letzten Treffen im Haus der Oma und Tante (wohnen zusammen und machen alles zusammen) hat jemand den Regenschirm der beiden mitgehen lassen um ihn heute Marta zu schenken. Als Marta diesen auspackte haben alle sehr gelacht. Die beiden Frauen haben sich allerdings nichts anmerken lassen. ;-)

Sa

11

Dez

2010

Graduación de Voluntarios ACJ YMCA Quindío

alle Volontäre
alle Volontäre

Ein Jahr im ACJ ist vergangen und für alle Ehrenamtlichen Helfer bedeutet das einen Test zu schreiben über den CVJM vor Ort, weltweit und danach eine festliche Graduacíon/ Abschlussfeier. Gestern Abend war es soweit und alle Volontäre und haben im ACJ Gebäude von Circasia eine Urkunde, ein T-Shirt und einen ACJ-Pin überreicht bekommen. Einige Eltern waren auch dabei und es wurden fleißig Fotos geschossen. Sogar wir zwei Nestlers wurden geehrt, was uns echt gefreut hat. Nach dem offiziellen Teil ging es ab mit einer Chiva. Für uns etwas völlig Neues und in Deutschland unvorstellbar. Ein knallbunter Bus mit offenen Türen und Fenstern, Sitzplätzen und einer Tanzfläche mit Stangen zum festhalten. Gemeinsam mit den Volontären und teilweise auch den Familien (Mutter oder Oma – ganz egal, die sind natürlich auch dabei) sind wir tanzend durch drei Städte: Montenegro, Pueblo Tapao und Armenia gefahren. Auf jeden Hauptplatz der Städte wurde angehalten und vor dem Bus weitergetanzt. Schon zu Beginn der Fahrt mussten wir feststellen, dass Chivas für kleine Kolumbianische Leute gemacht sind. Tobi konnte nur mit eingezogenem Kopf tanzen, bei Diana ging´s grad so. Jedoch sind wir bei jedem Schlagloch angestoßen…und Schlaglöcher gibt es viele! Aber trotzdem war es ein wirklich toller Abend. Wir haben die ersten Salsa-Schritte gemacht und hatten mal wieder eine tolle Zeit mit den Mitarbeitern und Volontären des ACJ.

 

Hier ein paar Bilder vom Abend:

Do

09

Dez

2010

Maria José spricht in Rätseln

Wir haben heute viel gelacht. Maria José, die Tochter unserer Gastfamilie versucht immer mal wieder Deutsch zu sprechen - meistens kommt dabei nur "schschesch" raus... Aber heute hat sie sich die größte Mühe für euch gegeben! Erkennt ihr welche deutschen Worte sie sagt? ;-)

3 Kommentare

Di

07

Dez

2010

Noche de las Velitas – Nacht der Kerzen

Für uns ist es noch sehr ungewohnt die Weihnachtszeit ohne Schnee zu feiern, doch die Kolumbianer sind richtige Weihnachtsfans. Schon Ende November stehen überall Weihnachtsbäume, Lichterfiguren und Lichterketten werden aufgehängt, alle Häuser blinken und leuchten…

Als besonderes Ereignis jedes Jahr am 07. Und 08. Dezember findet die „Noche de las Velitas“ – die Nacht der Kerzen statt.

auf dem Plaza Bolivar in Circasia
auf dem Plaza Bolivar in Circasia

Überall auf den Straßen werden Lichter angezündet und Lampions leuchten auf den Straßen und Hauseingängen. Eine Tradition der Katholiken um der Jungfrau Maria den Weg zu ihren Häusern zu erleuchten. Der ACJ hat am Dienstagabend keine Lichter aufgestellt. Wir sind mit einer ganzen Schar Volontären durch die Straßen gelaufen und haben uns das Farbenspiel angeschaut. Für den 08. Dezember haben wir aber ein Theaterstück und hunderte von Blumen vorbereitet um durch die Straßen zu ziehen.

 

Hier ein paar Bilder vom Abend:

So

05

Dez

2010

Retreat Volontiers – Ein Wochenende im Grünen

Jedes Jahr macht der ACJ Quindío eine Freizeit für alle Volontäre. Wir waren bei der Planung zwei Tage vor dem Retreat dabei. Die Zeit war knapp um ein komplettes Wochenende vorzubereiten. Allerdings sind hier alle sehr spontan. Wir haben versucht uns so gut wie möglich in die Vorbereitung einzubringen, jedoch hat uns die Sprache sehr herausgefordert und wir und auch Ana Maria mussten feststellen, dass es so nicht wirklich funktioniert. Immer wieder stoßen wir an die Grenzen mit der Sprache, die Übersetzung kommt falsch an oder wir verstehen mit dem gleichen Wort unterschiedliche Dinge. Die Herausforderung hierbei ist nicht enttäuscht aufzugeben oder abzuschalten.

Hören
Hören

Am Samstagmorgen mit einer „kleinen“ kolumbianischen Verspätung ging es mit dem Bus auf zu einer Finka in der Nähe von Montenegro (ca. 45 Min. Fahrt von Armenia). 20 Volontäre aus Armenia und Circasia, sowie zwei Señoras die gekocht haben, waren mit am Start. Einmal im Jahr fährt der ACJ zu einer solchen Auszeit. Es geht um die Stärkung der Volontäre, der persönlichen Kontakte und des Glaubens. Weit ab von der Stadt inmitten von Bananenstauden und Kaffeepflanzen lässt sich so eine Freizeit besonders gut durchführen. Die Finka war optimal für zwei Tage Auszeit! Das Thema lautete: „Kommunikation mit Gott.“ Hierzu standen verschiedenste Aktivitäten und Spiele auf dem Plan. Am Anfang ging es um Leiterschaft. Warum sind wir Volontäre im ACJ? Was wollen wir tun? Was ist uns wichtig? Wie gehen wir mit verschiedensten Situationen um?

2. Advent im Pool bei 28´C
2. Advent im Pool bei 28´C

In alle danach folgenden Aktionen und Andachten ging es rund um das Thema Kommunikation. Für uns war es ein sehr wichtiges Wochenende. Wir haben die Volontäre und die Arbeitsweise des ACJ besser kennengelernt. Und trotz Sprachbarrieren konnten wir uns immer wieder einbringen. Ein bisschen komisch, aber auch schön war, dass wir am zweiten Advent bei strahlendem Sonnenschein und Wärme im Pool geschwommen sind…!!! ;-)

Hier ein paar Bilder vom Wochenende:

Mi

01

Dez

2010

Kennenlernen der Arbeit des ACJ Pereira/ Riseralda

Kennenlernen des ACJ Pereira
Kennenlernen des ACJ Pereira

Die letzten drei Tage waren wir in Riseralda, dem Nachbardepartamento von Quindío. In der Hauptstadt Pereira gibt es seit 20 Jahren einen ACJ. Nelson ist der Koordinator für die gesamte Region „Zona Cafetera“ (oder auch „Eje Cafetero“). Deshalb werden wir auch öfter in Pereira sein. Da die Arbeit hier schon länger besteht, gab es viel zu berichten: Welche Arbeitsfelder hat der ACJ? Wo ist der ACJ aktiv? Wer arbeitet mit?,… All diese Fragen wurden uns am Dienstag beantwortet.

Stadtrand von Pereira
Stadtrand von Pereira

Am Mittwoch ging es mit dem Auto zu allen Stationen der Arbeit. Wir kamen uns vor, wie auf einer kleinen Weltreise: von La Florida, vorbei an Kenedy nach Tokio,… Der Stadtrand von Pereira ist sehr arm und es gibt viele Probleme. Mit Projekten wie Tanzen, Schauspiel und Musik werden die Kids versucht von der Straße zu locken und ihre Zeit kreativ zu verbringen anstatt in Probleme zu geraten. Die Show vergangenen Freitag war ein Ergebnis davon. Es ist beeindruckend zu sehen, welche Projekte es gibt. Leider konnten wir noch nicht live dabei sein, da im Moment Ferien sind. Im Januar werden wir dann mehr sehen.

Sa

27

Nov

2010

Kids und Zancos in Circasia

Zancos
Zancos

Samstagvormittag im ACJ Circasia. Immer mehr Kids im Alter von 5-14 stürmen in das Haus des ACJ. Die älteren Jungs gehen in Richtung Kreativraum, wo die Zancos (Stelzen) auf sie warten. Veronica leitet hier jeden Samstag die „Zancosarts,“ wie sie sich nennen. Tobi war für die Gruppe eingeteilt. Jetzt musste er zur Abwechslung zu den Kids aufschauen. Echt toll, wir viel die Jungs können!

Diana wurde von vielen jüngeren Kids umzingelt. Gleichzeitig am Vormittag findet eine Gruppe für die ganz kleinen statt, heute mit Wertbewerben wie Sackhüpfen, verschiedenen Wasserspielen und einem CVJM-Quiz. Die „Los Rapitos“ haben gewonnen!

in Pereira
in Pereira

Nach dem Mittag ging es mit dem Bus auf in Richtung Pereira, der Hauptstadt von Riseralda (dem Departamento nördlich von Quindío). Dort gab es heute eine tolle Show mit Kindern und Jugendlichen, organisiert vom ACJ Riseralda und anderen Projekten aus der Region, welche im Bereich Kinder- und Jugendarbeit zuständig sind. Im Laufe dieses Jahres liefen verschiedene Musik-, Tanz- und Schauspielprojekte für Kinder und Jugendliche. Als Höhepunkt am Jahresabschluss (hier ist gerade das Schuljahr zu Ende gegangen und die Schüler und Stunden haben Ferien bis Mitte Januar)wurde ein Programm für alle Familienangehörigen und Freunde einstudiert. Mit Begeisterung haben wir zugeschaut und gestaunt, was alles auf die Beine gestellt wurde. Nelson war einer der Hauptplaner mit dem ACJ Riseralda.

Do

25

Nov

2010

Tebaida – “DAVIDA” und Recyclin Projekt

städtisches Verwaltungsgebäude
städtisches Verwaltungsgebäude

Um 9:00 Uhr pünktlich zum Tinto hat Nelson uns abgeholt. Mit seinem Auto sind wir in Richtung La Tebaida, einer Kleinstadt südlich von Armenia, gefahren. Tebaida war vor 10 Jahren noch stärker von dem Erdbeben betroffen, da es noch näher am Epizentrum Pijao liegt. Als erstes sind wir in das Rathaus von Tebaida gegangen. Der ACJ hat dort seit Monaten versucht einen Termin mit dem Bürgermeister zu bekommen, bisher immer erfolglos. Mit uns im Schlepptau wurde der nächste Versuch gestartet. Und siehe da 15 Minuten später saßen wir vor dem Oberhaupt der Stadt. Es ist schon verwunderlich wie leicht manche Dinge durch unsere Anwesenheit funktionieren. Der Bürgermeister hat nachdem Erdbeben sehr starke Hilfeleistung von einem deutschen Freund bekommen und ist Deutschland gerade deshalb noch sehr dankbar. Endlich konnte Nelson den ACJ vorstellen und von dem Projekt hier in Tebaida berichten. Der Bürgermeister war sehr erfreut und wir natürlich auch da alles plötzlich zu unkompliziert ging.

DAVIDA & RECYCLING PROJEKT

 

Gleich nach unserem Besuch im Rathaus ging es weiter zu „Davida,“ ein Verein der mit körperlich behinderten Kindern arbeitet. Ein großer Raum für Physiotherapie steht zur Verfügung, sowie viele verschiedene Geräte für Trainingsübungen. Der ACJ Quindío arbeitet mit „Davida“ zusammen, genauer gesagt mit den Erwachsenen die das Projekt durchlaufen haben und nun raus gewachsen und zu alt dafür sind. Um ihnen auch weiterhin eine Chance, z.B. Arbeit um sich selbst versorgen zu können, zu bieten wurde ein Projekt auf die Beine gestellt. Recycling ist nicht sehr verbreitet in Kolumbien, jedoch für die Umwelt sehr wichtig. Diese beiden Aspekte haben „Davida“ dazu bewogen ein Recycling Projekt zu gründen. Seit ca. einem halben Jahr begleitet der ACJ Quindío dieses Projekt. Die Arbeiter dieses Projektes gehen durch die Straßen auf der Suche nach recyclebaren Materialen, sortieren diese in einem dafür extra gebauten Gebäude, einer Art Scheune, und verkaufen ihre recycelten Sachen. Diese Arbeit ist sehr zeitaufwendig und unhygienisch, wird aber gerade dadurch von den Menschen in der Umgebung sehr geschätzt und wertgeachtet. Nicht selten brechen nachts Fremde in das Gebäude ein und stehlen die bereits getane Arbeit. Volontäre des ACJ haben mitgeholfen, die Scheune regenfest zu machen, sie zu reinigen, die Wände zu festigen. Auch viele Nachbarn unterstützen die Arbeiter und versuchen die Scheune diebstahlsicher abzuriegeln. Der ACJ versucht durch Struktur mehr Gerechtigkeit und geregelte Arbeitsweisen in das Projekt zu bringen. Da zurzeit die Arbeiter häufig wechseln, sporadisch kommen, jedoch den vollen Lohn möchten.

 

ein Junge in DAVIDA

Mitarbeiter von DAVIDA

das Gebäude - die Scheune

 Arbeiter im Recyclingprojekt

geschafft!

Cocodamia wird von den Jugendlichen aus dem Centro Social hergestellt

die stolzen Mütter

 

 

 

GRADUACIÒN CENTRO SOCIAL

 

Der Vormittag war schon sehr erlebnisreich, doch nach dem Mittagessen ging es gleich weiter. Zurück in Armenia im dortigen Rathaus waren wir gemeinsam mit Nelson und Ana Maria zur Graduaciónsveranstaltung aller Teilnehmer der „GRANFUNDACIÒN“ und der „Fundación Quindiana de Atención Integral“ eingeladen. Der ACJ arbeitet mit diesen beiden Organisationen zusammen, welche sich im letzten Jahr aufgrund von Veränderung im Bereich der Sozialen Arbeit in Quindío gegründet haben. Die Arbeit im „Centro Social,“ in welchem der ACJ mit den Jugendlichen arbeitet gehört zu einem der Arbeitsfelder. Alle Jugendlichen und Erwachsenen die im vergangenem Jahr in einem dieser Projekte gearbeitet, einen Ausbildung oder Schulung gemacht haben wurden an diesem Nachmittag geehrt und haben eine Urkunde erhalten. Mehrere von ihnen gehen in die Behindertenschule in Armenia oder haben Aufmerksamkeitsdefizite und waren im „Centro Sozial“. Viele Mütter waren dabei und sind unglaublich stolz auf ihre Kinder, da auch sie eine Chance bekommen und genutzt haben etwas aus ihrem Leben zu machen. Auch Nelson und Ana Maria haben sich sehr über „ihre“ Jugendlichen gefreut.

  

in der Mitte (3.v.r) die Bürgermeisterin von Armenia

Mi

24

Nov

2010

Escuela de Padres

Tobi war heißbegehrt
Tobi war heißbegehrt

Heute haben wir wieder eine Gruppe im ACJ kennengelernt, die "Escuela de Padres." Um 14:00 Uhr jeden Mittwoch im CVJM-Haus Circasia treffen sich ca. 20 ältere Damen zum Reden, Teilen erlebter Dinge, Gedichte vortragen, hören einer geistlichen Massage und nicht zuletzt zum Bingospielen. Zuerst wussten wir nicht genau, wie wir in diese Gruppe passen sollten. Doch dann wurden wir vorgestellt und ganz herzlich von den Damen begrüßt und in Kolumbien willkommen geheißen.

Nach Aufwärm- und Dehnübungen zu Salsamusik stand ein Hilfsplan auf der Tagesordnung. Gemeinsam wurde überlegt, wie einer Freundin geholfen werden kann, die gerade Probleme hat. Danach wurde eine Geschichte vorgetragen. Bei jedem Treffen ist besonders auch die christliche Botschaft wichtig.

Zum Ausklang gibt es immer zwei Runden "Bingo." Als Einsatz bringt jeder ein Ei mit. Für uns war das Bingospielen eine echt lustige Sache, aber noch mehr lehrreich, da wir dazu die Zahlen von 1-60 brauchen - und uns ist mehr als eine Zahl durch die Lappen gegangen... :-)

Am Ende hieß es "bis bald" und wir werden sicher bald wieder dabei...und das nicht nur wegen dem Zahlenüben...

 

Mi

24

Nov

2010

Die Arbeit des ACJ Quindío

Mitarbeiter v.l. Maria Elena (Circasia), Nelson (Eje Cafetera) und Ana Maria (Armenia), und Maria José, die uns beim Übersetzen geholfen hat
Mitarbeiter v.l. Maria Elena (Circasia), Nelson (Eje Cafetera) und Ana Maria (Armenia), und Maria José, die uns beim Übersetzen geholfen hat

Heute haben wir einen wichtigen Einblick in den ACJ Quindío bekommen. Auf unserem Tagesplan stand nur "Meeting Staff." Dahinter hat sich die Auswertung des bisherigen Jahres 2010 verborgen. Der ACJ Quindío arbeitet nach einem Plan des CVJM Gesamtverbandes Kolumbien um die Mission, die Mitarbeiter und Volontäre, sowie die Positionierung und Finanzierung des Vereins vor Ort zu stärken. Im Rückblick auf die bereits vergangenen Monate konnten viele Erfolge verbucht werden, wie die Schulung von Volontären und Stärkung in ihren Glauben. Leider gibt es auch schwieriges zu berichten, z.B. das die Akzeptanz des ACJ vor Ort als ökumenische Bewegung eher gering ist, welches sehr stark mit zersplitterten Situation der Gemeinden (vor allem in Circasia) zu tun hat. Diese und noch viele weitere Themen wurden angeschaut. Für uns war es sehr interessant, da wir dadurch gleich sehr viel tiefer in die Arbeit vor Ort eintauchen konnten. Die Mitarbeiter des ACJ haben uns in ihr Team aufgenommen und sehen uns schon jetzt, aber noch mehr in Zukunft (wenn wir die Sprache richtig beherrschen) als ihre Kollegen.

Di

23

Nov

2010

El Centro Social

Und schon ist die erste Woche hier in Quindío vergangen.

Heute waren wir im Centro Social in Armenia. Der CVJM/ ACJ begleitet dort eine Gruppe Jugendlicher, die in keiner Schule oder Ausbildung mehr Fuß fassen. Sie können sich nicht konzentrieren und stören den Unterricht. Ihr Benehmen ist in keinster Weise tragbar. Der ACJ hat seit April mit einer Gruppe solcher Jugendlicher zusammengearbeitet. Wir haben heute die Ergebnisse gesehen, da dies die letzte Woche des Programms war. Wir können nur vermuten, wie viel Zeit, Geduld und Liebe die Mitarbeiter investiert haben, damit diese Jugendlichen wieder integriert werden können.

Mo

22

Nov

2010

Hier ein paar Bilder aus der ersten Woche

Di

16

Nov

2010

Unser neues Zuhause

Begrüßung am Flughafen Armenia
Begrüßung am Flughafen Armenia

Nach einem erlebnisreichen Tag in Bogotá ging es weiter nach Armenia/Quindío unserem neuen Zuhause für die nächsten 20 Monate. Am Flughafen angekommen, wurden wir von von ganz vielen lieben Leuten aus dem ACJ/ CVJM Quindio begrüßt. Mit Willkommensplakat, auf Stelzen und mit Gesang - was für eine Begrüßung!!

Nun sind wir bei unserer Gastfamilie, Marta und ihrer Tochter Maria Jose, eingezogen. Die beiden haben uns sehr herzlich aufgenommen. Im Moment sind wir sogar sehr froh, dass wir uns mit beiden in englisch unterhalten können, da so vieles neu und fremd ist.

Mo

15

Nov

2010

Angekommen

Abschied am Flughafen Frankfurt
Abschied am Flughafen Frankfurt

Start Samstagabend um 23:00 Uhr im Erzgebirge. Angekommen am noch ganz leeren Frankfurter Flughafen, wurde uns die Zeit bis zum Abflug von vielen lieben Leuten verkürzt. Neben Dianas Familie standen plötzlich David, Martin und Jenny vor uns. Das war eine echte Überraschung! Vielen Dank euch nochmal!!

Nun sind wir gut hier in Kolumbien, heute erst mal in Bogotá angekommen. Ohne Probleme, mit nur etwas Geduld, konnten wir einreisen und Alveiro Valencia, der Generalsekretär des CVJM Gesamtverband Kolumbiens, hat uns schon am Ausgang erwartet. Die letzte Nacht durften wir die Gastfreundschaft in seinem Haus mit seiner Familie genießen. Seine zwei kleinen Mädels haben uns am Morgen gleich freudestrahlend zwei Granadias überreicht. Nach einem gemeinsamen Frühstück werden wir uns mit Gutschi treffen (für alle die Gutschi nicht kennen: Kerstin Gutsche aus München. Sie ist gerade mit dem CVJM München in Bogotá unterwegs) und heutigen Feiertag in Kolumbien genießen.

Fr

05

Nov

2010

Bald geht´s los!

Am 14.11.2010 geht´s endlich los! 20 Monate Kolumbien - wir freuen uns drauf! 

Leider lief nicht alles so glatt wie geplant. Da unser Visum noch gefehlt hat, mussten wir unseren Flug eine Woche nach hinten verschieben. Aber jetzt steht dem Abflug nichts mehr im Wege.